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Regen in Namibia

 

Vom  1.07.2009

„Vuvuzela” sorgt nun auch in Namibia für Furore

© Arne Putensen
Mit „Vuvuzela“ bestückt heizten diese Zuschauer dem Pokalfinale am vergangenen Wochenende richtig ein. Die Plastiktrompete ist auch aus namibischen Stadien nicht mehr wegzudenken.
Die „Vuvuzela“: Der Streitpunkt des FIFA-Confederations-Cups in Südafrika schlechthin. Doch die Plastiktrompete, die eigentlich aus den Vereinigten Staaten stammt, sorgt nun nicht mehr nur im WM-Gastgeberland für Furore – auch in Namibia ist die lärmende Trompete nicht mehr aus den Stadien wegzudenken. „Der Affe wird durch viel Krach erlegt", heißt ein altes afrikanisches Sprichwort, und demnach muss es in afrikanischen Stadien möglichst laut zugehen, um den Gegner zu erschrecken.
Bestes Beispiel: Das Pokalfinale am vergangenen Samstag zwischen den Orlando Pirates und den Eleven Arrows im Independence-Stadion in Windhoek. Schon vor dem Spielanpfiff hallten die verschiedenen Tonlagen durch die Arena und dies heizte der Stimmung richtig ein. Jeder, der eine „Vuvuzela“ bei sich hatte, machte richtig Lärm – so viel und so laut wie möglich. In allen möglichen Farben tritt die Trompete auf.
Den Protest der europäischen und südamerikanischen Teilnehmer am Confed Cup, die „Vuvuzela“ wäre zu laut, kann hier keiner nachvollziehen. „Es ist unsere Kultur. Wir Afrikaner mögen den Lärm. Es ist unsere Art und Weise, unsere Freude zum Ausdruck zu bringen“, erklärte einer der Fans mit freudestrahlemden Gesicht. Und tatsächlich wäre die Stimmung im Stadion nur halb so gut, ausgelassen und stimmungsvoll, wenn die „Vuvuzela“ nicht dabei wäre. Zudem schien die Tröte weder für den Schiedsrichter noch für einen der Spieler ein Problem zu sein. Vielleicht lag es daran, dass man sich an den ohrenbetäubenden Lärm gewöhnt hat und man nichts dagegen tun kann, vielleicht aber auch, und das scheint wahrscheinlicher, weil „Vuvuzela“ bereits in afrikanische Stadien gehört, wie die Bratwurst in deutsche Arenen. Fraglich bleibt weiterhin, wie die Fans es schaffen, mehr als 90 Minuten auf der Tröte zu blasen – nichts für Jedermann. „Das ist ganz einfach. Man muss sich in Trance fallen lassen und einfach nur pusten. Ich könnte das Stunden machen. Es macht einfach nur Spaß“, so der Fan weiter, bei dem keinerlei Ermüdungserscheinungen zu sehen waren.
Die „Vuvuzela“ hat ihren Eroberungsfeldzug gerade erst richtig angetreten. Viel wird in der Zukunft noch von dem Plastikrohr zu hören sein. Aber eins ist sicher: Die „Vuvuzela“ macht die Stimmung in afrikanischen Arenen und vielleicht wird bald die gesamte Welt den Lärm lieben lernen. Die Namibier bleiben ihrem Stimmungsmacher auf alle Fälle treu.
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