
Auf seiner Reise durch Namibia besuchte Peter Spätling die Buschmannsiedlung Grashoek in der Nähe von Grootfontein.
Seit Jahren bemüht sich Lehrer Peter Spätling zusammen mit seinen Schülern der Gymnasiums Pegnitz in Bayern, verschiedene soziale Einrichtungen in Namibia zu unterstützen. In diesem Jahr war die Hilfe besonders umfangreich, so dass verschiedene Projekte gefördert werden könnten.
Zuerst ging es nach Windhoek, wo ein Besuch des Waisenhauses für Aids-Waisen in Katutura schon praktisch zum Pflichtprogramm gehört.
Begleitet wurde Spätling von Jutta Rohwer, die viele soziale Einrichtungen in Namibia gegründet hat und auch ständig betreut. Diese werden ausschließlich durch Spenden finanziert und unterhalten. Vom namibischen Staat, der dafür zwar die Genehmigungen erteilt, gibt es kaum Unterstützungen. So sind die Einrichtungen von Frau Rohwer auch wichtige Beiträge zur Stabilisation der ärmeren Gesellschaftsschicht und zur Sicherung des sozialen Friedens. Zu diesen Einrichtungen gehören Waisenhäuser, Suppenküchen, Kindergärten und Frauenselbsthilfeeinrichtungen sowie Behindertenstätten. Einen wesentlichen Beitrag leisten auch jedes Jahr, die Spenden aus Pegnitz. In diesem Jahr sind besonders zwei größere Summen des Gymnasiums erwähnenswert. Zum einen sammelte eine 11. Klasse 1400 Euro am Afrika-Projekttag. Zum anderen erspielte eine Börsenspielgruppe beim alljährlichen Börsenspiel einen hohen Gewinn, von dem sie 1000 Euro ebenfalls spendeten. Beide Beträge überbrachte Spätling in diesem Jahr dem Dolam-Waisenhaus. Natürlich tragen die Spenden auch für eine ausgewogene Ernährung bei und unterstützen den Schulbesuch der Kinder, damit diese durch Ausbildung überhaupt die Chance auf einen Arbeitsplatz haben. Von der Heimleitung wird auch immer darauf geachtet, dass die Kinder den Anschluss an Verwandte nicht verlieren. Diese werden dann stets in den Ferien aufgesucht, damit die sozialen Bindungen erhalten bleiben. Bestehen keine verwandtschaftlichen Bindungen mehr, können die Kinder auch im Heim bleiben. Außerdem werden einige Kinder, die bereits selbst mit dem HI-Virus infiziert sind, mit antiretroviralen Medikamenten versorgt. Ohne diese hätten sie nur eine geringe Überlebenschance.
Für die Kinder des Heimes ist Spätling inzwischen schon ein “alter Bekannter“, den sie mit großem Hallo und Freude begrüßten, denn er hatte nicht nur die Spenden für das Heim dabei, sondern auch immer ein paar „Lekkers“ und frisches Obst als kleine Geschenke für alle. Der Gesamterlös eines Bild-Kalenders mit eigenen Fotos, den Spätling in jedem Jahr zusammen mit Edith Döbbert von der Deutsch-Namibischen Gesellschaft herausgibt, kommt ebenfalls den sozialen Einrichtungen in Katutura zugute.
In diesem Jahr wurden aber auch andere Einrichtungen in Namibia gefördert. Im Norden in der Nähe von Grootfontain liegt mitten im Busch die kleine Buschmannsiedlung Grashoek, die sehr bemüht ist, ihren Kindern eine Schulausbildung zu vermitteln. Trotz des Baus einer Schule und des Vorhandenseins einer Lehrerin für etwa 70 Kinder mangelt es an Unterrichtsmaterial. Hier konnte Spätling etwas Abhilfe schaffen, in der er einen großen Karton voller wichtigen Schulutensilien überreichte.
Eine weitere Station auf dem Weg durch Namibia war die Farm der Familie Kirchner, auf der die Dai Boro Ge Buschschule für San steht. Mit Hilfe einer Größeren Spende der „Aktion Sternstunden des Bayerischen Rundfunks“ wurde hier an dieser Schule eine Art Vorschule für die Kleinsten eingerichtet, die von Spenden finanziert wurde.
Es ist sicher, dass alle Pegnitzer Spenden sinnvoll verwendet wurden und die Not, insbesondere bei den Kindern etwas gelindert werden konnte.
Peter Spätling