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Vor falschen Spendensammlern warnen

Tourismusverbände gehen gegen mutmaßliche Betrüger vor, die für "DDR-Kinder-Ausstellung" sammeln

Windhoek - Für die mutmaßlichen Betrüger, die deutschsprachige Touristen in Windhoek ansprechen und Geld für eine vermeintliche Ausstellung über "Ex-DDR-Kinder" sammeln, wird die Luft jetzt dünner. Denn verschiedene Tourismusverbände wollen jetzt aktiv werden.

"Mir ist dieses Thema bekannt, aber ich habe noch keine Stellungnahme oder Beschwerden von Touristen selbst erhalten", sagte Gitta Paetzold, Geschäftsführerin des namibischen Gastgewerbeverbands (HAN), auf AZ-Nachfrage. Sie wolle das Thema aber beim nächsten Treffen des Tourismussektors aufgreifen und dabei besprechen, wie man es bekämpfen könne. "Man muss die Touristen vor diesen Betrügern warnen", fügte sie hinzu.

Dem hiesigen Fremdenverkehrsamt (Namibia Tourism Board, NTB) seien diese Fälle bislang nicht bekannt, hieß es auf AZ-Nachfrage. NTB-Pressereferentin Maggie Mbako erklärte etwas hilflos: "Man kann das nicht bekämpfen, denn dort draußen sind viele Betrüger und sie nutzen jede Möglichkeit, irgendwo Geld aufzutreiben." Sie fügte aber hinzu, dass sie die Sache trotzdem mit der Polizei aufnehmen werde; sobald diese eine Rückmeldung gebe, werde der NTB eine Pressemitteilung herausgeben, um Besucher zu warnen und die Tourismusbranche zu informieren. "Es wäre auch wichtig die Geschäftsinhaber in der Independence Avenue auf alle 'unmoralischen' Aktivitäten aufmerksam zu machen, die vor ihren Geschäften getätigt werden", erklärte sie abschließend.

Mitte vergangenen Jahres hat die AZ davon erfahren, dass mehrere Personen, die vorgeben, zu den sogenannten Ex-DDR-Kindern zu gehören, gezielt Touristen auf Deutsch ansprechen. Dabei erzählen sie von einer geplanten Ausstellung über die Ex-DDR-Kinder in der Nationalgelarie, für die sie Geld sammeln würden. AZ-Recherchen haben ergeben, dass diese Ausstellung weder bekannt noch geplant ist. Der Freundeskreis Ex-DDR hat sich überdies mehrfach von diesen Aktionen distanziert.

In etlichen Leserbriefen an die AZ berichteten Namibia-Besucher nach ihrer Heimkehr davon, wie sie den mutmaßlichen Betrügern auf den Leim gegangen sind. Manche Touristen zeigten jedoch auch Verständnis und meinten, dass ihnen das Geld nicht so wichtig sei. Ein Geschäftsmann aus der Independence Avenue teilte der AZ jetzt mit, dass die mutmaßlichen Betrüger im Gespräch mit ihm argumentiert hätten, dass sie "ein Recht auf ein Einkommen" hätten, "um überleben zu können".

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16-Feb-2010-08:26

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