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Vom 12.12.2007

Touristen beraubt

N$ 60000 Schaden für deutsches Besucher-Paar

Windhoek/Rundu - Eine böse Überraschung erlebte ein deutsches Touristenpaar am 1. Advent: Peter Windhoevel und seine Partnerin wurden während ihrer Rundreise bei einem kurzen Zwischenstopp in Rundu beraubt, der Schaden beläuft sich auf rund N$ 60000. Wie der aus der Nähe von Magdeburg stammende Besucher gestern der AZ berichtete, habe das Paar in Rundu einen Supermarkt aufgesucht. „Schon vor dem Geschäft waren wir von einigen Kindern angebettelt worden, hatten diese aber abgewiesen. Im Laden habe ich bemerkt, dass uns ein etwa sieben oder acht Jahre alter Junge gefolgt ist. Ich denke, dass er Schmiere stehen musste“, so Windhoevel. Zurück auf dem Parkplatz sah das Paar schon die offene Tür des Wohnmobils. Das Fahrzeug war durchwühlt worden, neben zwei hochwertigen Markenkameras fehlten rund 10000 Rand Bargeld sowie Windhoevels Reisepass, sein internationaler Führerschein und die Fahrzeug-Registrierungs-Dokumente für Südafrika. Mit Hilfe des Ladenbesitzers habe man die Polizei gerufen, „die allerdings erst nach einer Stunde aufgetaucht ist“. Nach Eintreffen der Beamten seien plötzlich auch mehrere bewaffnete Sicherheitsleute aus der Umgebung hinzugekommen, die aber genauso wenig etwas beobachtet haben wollten wie ein Junge, der vorgab, nahe dem Auto geschlafen zu haben.

Das Paar stellte umgehend Strafanzeige. „Das tut echt weh“, kommentierte Windhoevel den Verlust. „Ich kann nur hoffen und warnen, dass niemand unsere Nikon-Kameras auf einem Straßenmarkt kauft.“

Für das Paar, das zum ersten Mal durch Namibia tourt, war es nicht die einzige Negativ-Erfahrung: „In Sesriem mussten wir für unsere Camping-Übernachtungen drei Mal soviel bezahlen wie ein Namibier. Das wäre in Europa undenkbar. Auch in Etoscha war der Eintritt zum Nationalpark für zwei Ausländer gleich vier Mal so hoch wie für Einheimische – und das bei völlig verdreckten Rastlagern in Okaukuejo und Namutoni.“ Wiederkommen würden die beiden Touristen trotzdem: „Beim nächsten Mal“, so Windhoevel abschließend, „würde ich allerdings sofort reklamieren.“
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