Nach Ermordung der Schülerin Magdalena Stoffels schlagen die Schockwellen hoch
Windhoek – Gestern Morgen kursierten bereits E-Mails, worauf sich Personen eintragen können, die für Vergewaltiger und Mörder in Namibia die Wiedereinführung der Todesstrafe fordern. Diese und weitere Reaktionen sind auf die Ermordung der Schülerin Magdalena Stoffels durch einen mutmaßlichen Vergewaltiger wie ein Sturm ausgebrochen. „Lasst uns zusammenstehen und für die Wiedereinführung der Todesstrafe einen Streik ausrufen“, heißt es zu Beginn einer langen Namensliste.
Polizeisprecher Hofni Hamufungu hat im Namen der Sicherheitshüter der Familie der ermordeten Magdalena Stoffels – er gibt ihr Alter mit 16 Jahren an – sein Beileid ausgesprochen. Das Schulmädchen wurde am Dienstagmorgen auf dem Weg zur Schule in einem Rivierbett in Khomasdal vergewaltigt und dann durch eine Stichwunde am Hals tödlich verletzt, so dass sie etwa 90 Minuten später im Krankenhaus von Katutura verstarb. „Die Namibische Polizei versichert, dass sie als Ordnungsmacht keine Gewalt an der verletzlichen Bevölkerungsschicht, an Frauen und Kindern, duldet. Deshalb werden wir Schuldige und Übeltäter bis zur Festnahme verfolgen, dass sie sich für ihr barbarisches Verbrechen vor Gericht zu verantworten haben.“ Die Polizei spricht dann eine Warnung an Frauen und Kinder aus, dass sie Rivierbetten meiden und auf dem Fußweg lieber offene Routen wählen sollten.
Schock und Entsetzen drücken ferner das „Namibia Women´s Health Network“, Sister Namibia und die Kongressdemokraten (CoD) von Khomasdal aus: „Genug ist genug! Die Zeit für Worte ist vorbei. Jetzt sind drastische Maßnahmen dran.“ Die Organisation Positive Vibes wird eine Demonstration sofort unterstützen, lässt Direktor Casper Erichsen verlauten.