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Regen in Namibia

 

Vom 13.07.2007

Sicherheit wird thematisiert

Touristenmörder und Leichenteile geben Rätsel auf – Sicherheit diskutiert

Der in Namibia erschossene deutsche Tourist Johannes Fellinger (56) hat eine Debatte um Sicherheit für Besucher des Landes ausgelöst. Bei der Tätersuche tappt die Polizei jedoch im Dunkeln. Auch die zerstückelte Leiche gibt noch Rätsel auf.

Windhoek – Durch die überdimensionale Berichterstattung in deutschen Medien über den Mord an Fellinger ist in diesem Land eine Diskussion um die Sicherheit bei Reisen nach Namibia ins Leben gerufen worden. Ist ein Namibia-Urlaub gefährlich? Diese Frage wird in Medien und Internet-Reiseforen immer wieder gestellt.

Namibische Reiseveranstalter sehen sich inzwischen mit vielen Anfragen und einigen Reisestornierungen konfrontiert. Auch bei Behörden melden sich verunsicherte Liebhaber und (potenzielle) Besucher des Landes. Es habe „einige Anfragen“ bei der Deutschen Botschaft in Windhoek gegeben, teilte Botschaftsrätin Ute König mit, „aber viel mehr beim Bürgerbüro des Auswärtigen Amtes in Berlin“. Eine Notwendigkeit zur Änderung der Reiseempfehlungen sehe aber weder die Deutsche Botschaft, noch das Auswärtige Amt. Die Tipps auf dessen Internet-Homepage seien ausreichend, so König. Unter „Landesspezifische Sicherheitshinweise“ heißt es dort unter anderem: „Wenn Sie mit dem Kfz unterwegs sind, halten Sie nicht an unbewirtschafteten/unbewachten Rastplätzen an, da es dort wiederholt zu Überfällen auf Touristen gekommen ist!“

Bis gestern konnten die beiden flüchtigen Täter nicht festgenommen werden. „Wir setzen die Suche fort und folgen den Spuren“, sagte Chefinspektor Angula Amulungu auf AZ-Nachfrage. Wie viele Polizisten im Einsatz sind, vermochte er nicht zu sagen. Indes hat der Namibische Verband nichtstaatlicher Organisationen (NANGOF) seine Sorge über die „wachsende Kriminalität mit Waffen“ geäußert und drängt deshalb darauf, das Waffengesetz zu ändern.

Die Ehefrau und Witwe des Ermordeten, Elke Fellinger (52), soll unbestätigten Angaben zufolge an diesem Wochenende wieder nach Deutschland zurückfliegen.

Im Falle der am Dienstag gefundenen Leichenteile auf Farm Voigtland 35 km östlich von Windhoek konnte die Polizei gestern weder die Identität der Person des Kopfes, noch die Zugehörigkeit der Unterschenkel und der zwei getrennten Füße mitteilen. „Wir haben noch keine Identität des Kopfes erhalten und können bis zum Abschluss der Untersuchung der jetzt gefundenen Körperteile durch den Pathologen Dr. Ludik auch nicht bestätigen, ob der Fund zu den Körperteilen gehört, die an zwei Stellen an den Fernstraßen nördlich und südlich von Windhoek gefunden wurden“, sagte Inspektor Angula Amulungo gestern auf Anfrage der AZ.

Das Leichenhaus der Polizei, das Angehörige von verschollenen Personen, die in jüngster Zeit verschwunden sind, zur Überprüfung des gefundenen Kopfes aufgefordert hat, ist unter Tel. 061 – 2094235 zu erreichen.
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