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Zerstörung

 

Vom 22.07.2008

Schussverletzung war schwer

Kuno von Plocki wieder vor Gericht - Rettungssanitäter im Zeugenstand

Windhoek – Die Schussverletzung sei sehr schwer gewesen und die Kugel sei von hinten in den Rücken ein- und vorne beim Bauch wieder ausgetreten. Dies sagte der Rettungssanitäter Michael Dollenberg gestern aus, als er in den Zeugenstand gerufen wurde. Vor Gericht muss sich der deutsche Staatsbürger Prof. Dr. Kuno Alexander von Plocki wegen fahrlässiger Tötung und der nachlässigen Handhabung einer Feuerwaffe verantworten. Am 18. Januar 2006 habe sich während der Jagd ein Schuss aus der Waffe die von Plocki trug gelöst und die großkalibrige Kugel traf den Jagdführer und Manager der Hetako Safari Lodge in den Rücken. Einen Tag später erlag der junge Namibier seinen schweren Verletzungen in einem Windhoeker Krankenhaus. Von Plocki, Miteigentümer der Hetako Safari Lodge sei an dem besagten Tag mit seiner Frau, die in dieser Woche anscheinend ebenfalls in den Zeugenstand gerufen wird, und Jörg Seefeldt sowie einem Farmangestellten auf der Jagd gewesen. Nachdem Seefeldt schwer verwundet worden war, sei er zum Farmhaus gebracht worden.

Dem Rettungssanitäter zufolge habe die Zentrale von SOS International den ersten Anruf gegen 19.30 Uhr am 18. Januar 2006 erhalten. Von Plockis Verteidiger Jan Wessels wollte im Kreuzverhör wissen, ob das Unternehmen nicht schon viel früher entsprechende Anrufe erhalten habe und anfänglich einen Notflug organisieren wollte, wegen einbrechender Dunkelheit jedoch einen Krankenwagen geschickt habe. Der Zeuge sagte aus, dass er davon keine Kenntnis trage und sich auf die Zeitangaben der Zentrale verlassen müsse.

Dollenberg sagte, dass er und seine beiden Kollegen den Patienten bei Omitara, eine Stunde nachdem sie Windhoek gegen 20. 02 Uhr verlassen hatten, in Empfang genommen hätten. Er könne sich nicht an die Anwesenheit des Angeklagten entsinnen, da seine volle Konzentration dem schwerverletzten Seefeldt gegolten habe. Um 22.42 hätten die Sanitäter den Verletzten in die Obhut des Krankenhauses übergeben.

Der Prozess wird heute Früh fortgesetzt und die Verhandlung ist bis Freitag anberaumt.
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