
Das Verfahren gegen den mutmaßlichen Mörder von Magdalena Stoffels ist gestern de facto unter Ausschluss der Öffentlichkeit auf den 15. September vertagt worden. Der 32-jährige Angeklagte Junias Fillipus wurde gegen 7.30 Uhr und damit lange vor regulärem Arbeitsbeginn dem Magistratsrichter Gerrit van Pletzen im Regionalgericht in Katutura vorgeführt und der Prozess ohne Verhandlung vertagt. Damit sollte verhindert werden, dass es zu möglichen Übergriffen gegen den Beschuldigten kommt, der seit seiner Festnahme in Haft und bisher noch ohne Anwalt ist. Im Gegensatz zum ersten Prozesstermin des Angeklagten hatte sich diesmal nur eine kleine Gruppe Demonstranten vor dem Gerichtsgebäude eingefunden, die auf Plakaten schwere Strafen gegen Gewaltverbrecher forderten (Foto). Da der Gerichtstermin von Fillipus jedoch unangekündigt vorgezogen wurde, bekamen die Teilnehmer den Angeklagten nicht zu Gesicht. Fillipus wird vorgeworfen, am 27. Juli die 17-jährige Schülerin in einem Rivierbett vergewaltigt und ermordet zu haben. Die Tat löste landesweit Entsetzen und Empörung hervor und führte zu diversen Demonstrationen.