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Vom 16.08.2007

Mutmaßlicher Touristenmörder bleibt in Haft

Prozess gegen Fanuel Shipanga wegen ausstehender Ermittlungen vertagt – Angeklagter: „Polizei hat mich misshandelt“

© Erwin Leuschner
Der mutmaßliche Touristenmörder Fanuel Shipanga wird nach seiner Verhandlung abgeführt.
Windhoek – Der mutmaßliche Mörder des deutschen Touristen Johannes Fellinger, Fanuel Festus Shipanga (37), ist gestern erstmals dem Magistratsrichter in Windhoek vorgeführt worden. Richter Sarel Jacobs vertagte den Prozess auf den 6. Dezember dieses Jahres, weil die polizeilichen Ermittlungen erst am Anfang stehen. Staatsanwältin Nuncia Sikongo erklärte, sie habe keine Einwände, wenn Shipanga einen formellen Kautionsantrag stellen wolle. Bis auf weiteres bleibt der mutmaßliche Mörder allerdings in Untersuchungshaft im Windhoeker Zentralgefängnis. Er muss sich wegen Mordes und schweren Raubes vor Gericht verantworten und wird von Rechtsanwalt Sisa Namandje verteidigt.

Der 37-Jährige hatte vor Verhandlungsbeginn erklärt, er sei nach seiner Verhaftung in Oshakati vor knapp zwei Wochen von der Polizei misshandelt worden. Spuren davon waren gestern nicht sichtbar. Shipanga, angeblich ein Ex-Polizist, ließ sich allerdings nach seinem Gerichtstermin zur Untersuchung ins Staatskrankenhaus nach Katutura bringen, Ergebnisse sind nicht bekannt. Aus Polizeikreisen hieß es hingegen, der mutmaßliche Mörder habe sich bei einem Fluchtversuch verletzt, als er in Handschellen aus einem Polizeiwagen gesprungen sei.

Shipanga soll am 8. Juli mit einem noch flüchtigen Komplizen den deutschen Touristen Johannes Fellinger erschossen haben, nachdem das Duo den 56-Jährigen und seine Frau Elke an deren erstem Urlaubtag in Namibia nahe der François-Feste überfallen und beraubt hatte.
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