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Vom 31.01.2012

Mörder verurteilt

Jugendlichem Straftäter droht lange Haftstrafe

Windhoek – Das Obergericht in Oshakati hat den 19-jährigen Ignatius Petu Muruti wegen Mordes und schwerer Körperverletzung schuldig gesprochen.

Damit hat Richter Christie Liebenberg am Freitag die juristische Aufarbeitung eines undurchsichtigen Zwischenfalls am 22. März 2010 bei der Divundu-Schule im Distrikt Rundu beendet, bei dem die damals 17-jährige Mwengere Muwara erstochen und ihr Bruder Titus Muwara verletzt wurde.

Nach Angaben der drei Hauptbelastungszeugen habe der Angeklagte seine Ex-Freundin Muwara auf dem Weg zum Internat ohne sichtlichen Grund erstochen und ihren Bruder verwundet, als dieser dem Opfer zur Hilfe habe eilen wollen. Der Beschuldigte wiederrum hatte behauptet, von den beiden Geschwistern und einigen ihrer Begleiter angegriffen worden zu sein und aus Notwehr gehandelt zu haben.

Obwohl es einige Ungereimtheiten in dem Obduktionsbericht gab und sich die Darstellungen der drei Augenzeugen zum Teil unterschieden hatten, hielt Richter Liebenberg deren Angaben dennoch für glaubhaft. Gleichzeitig kam er zu dem Ergebnis, der Angeklagte habe sich in seiner Zeugenaussage derart widersprochen, dass er als unglaubwürdig gelten müsse.

Des Weiteren verwies der Richter auf die Aussagen anderer Zeugen, wonach der Angeklagte bereits einige Zeit vor dem Zwischenfall „Mordgelüste“ geäußert und sich „seltsam benommen“ habe. Dieses auffällige Verhalten hätten die Zeugen mit dem Beziehungsende zwischen dem Angeklagten und seinem Opfer begründet und damit gleichzeitig ein mögliches Motiv für die Tat geliefert.

Angesichts der Tatsache, dass der Angeklagte dem Opfer mit einer 8,5 Zentimeter langen Klinge in den Oberkörper gestochen habe, sei seine Version der Notwehr unwahrscheinlich und eine vorsätzliche Tötungsabsicht ohne Zweifel erwiesen.
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