
Das Schild der Gönner der Klein Windhoeker Polizeiwache, die Wochen lang geschlossen war, ist kaum noch lesbar. Die Kooperation scheint auch zu verblassen.
Windhoek – Auch gestern morgen um 11 Uhr, als die AZ einen Probebesuch abstattete, war die Wache geschlossen, die von mindestens zehn namhaften Unternehmen und Konzernen vor etlichen Jahren zusammen mit der Polizei eingerichtet worden war. Konzernchef Harold Pupkewitz von Pupkewitz Holdings äußerte sich wie andere Gönner enttäuscht, dass die heutige Polizei die gemeinsame Anstrengung von Einwohnern und des damaligen Polizeibefehls nicht zu würdigen wisse.
Als Polizeisprecher Angula Amulungu gestern Vormittag auf den Zustand bei der Wache angesprochen wurde, wusste er von nichts. Auch 14.30 Uhr konnte er noch keine Stellung beziehen. Aber später am Nachmittag meldete er, dass „einige regellose Elemente der Polizei“ die Wache verlassen hätten, ohne ihre Abwesenheit dem Regionalkommandeur zu melden. Angula versicherte, dass derzeit mehr Polizeipatrouillen in Klein Windhoek unterwegs seien. Er versprach, dass die Wache sofort wieder geöffnet werde. Er bestritt, dass die Amtsstelle „schon seit drei Wochen“ fast ständig geschlossen sei, wie Klein Windhoeker Bürger behaupten. Sie standen morgens wie auch später vor verschlossener Tür und mussten von einem bekritzelten Plakat erfahren, dass die verriegelte Tür bedeute, dass keine wachhabende Kraft anwesend sei. Sie lasen auch die Aufforderung, „keinen Lärm zu verursachen“. Sie sollten sich an die Hauptwache in der Innenstadt wenden.
Die Klein Windhoeker Wache ist aus einer Bürgerinitiative Windhoeker Geschäftsunternehmen hervorgegangen, die der Gemeinschaft dadurch mehr Sicherheit gewähren und kleine Dienstleistungen wie Beglaubigung und die Entgegennahme von Strafanzeigen ermöglichen wollten.