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Regen in Namibia

 

Vom 18.12.2008

Überfall auf Campingplatz

Tourist zusammengeschlagen – Zu Hilfe eilender Besucher wird bestohlen

Hilferufe einer Frau weckten einen Camper und als dieser dem zusammengeschlagenen Mann der Frau hilft, durchsucht einer der dreisten gewalttätigen Verbrecher das Dachzelt des Touristen. Die Polizei brauchte Stunden bis sie am Tatort erschien.

© Helmar Subke
Schläge mit einer Metallstange und Holzknüppel führten zu Platzwunden am Arm und am Kopf. Ein Knochen am Unterarm wurde durch die Wucht der Schläge angebrochen.
Windhoek – Hilferufe einer Frau an der Tür zum Gebäude des Trans-Kalahari-Inn-Campingplatzes weckten Dr. Helmar Subke um 1.15 Uhr am frühen Mittwochmorgen. Er rief der Frau aus seinem Dachzelt auf dem Campingplatz 1 zu, dass er ihr zu Hilfe kommen würde. „Sie haben meinen Mann erschlagen“ seien die ersten Worte der verzweifelten älteren Touristin gewesen, sagte Subke. Er habe seine Lampe geholt und sei zum Campingplatz 5 gegangen. Dort habe er einen verletzten 70-Jährigen getroffen, der ihm zurief, dass „sie noch da wären und sich im Busch versteckten“. Der verletzte Tourist habe Steine in die Richtung geworfen, in der er die Verbrecher vermutete. Allem Anschein nach hatten zwei dunkelhäutige Männer den Mann mit einer Metallstange und einem Holzknüppel zusammengeschlagen, als er aus dem Zelt kriechen wollte. Dr. Subke, von Beruf Chirurg, sagte dass der Tourist Platzwunden am Kopf und Arm und vermutlich eine Fraktur am Unterarm hatte. „Der Mann war verdammt cool und zäh“, sagte der Arzt, der seit 1974 schon sehr oft in Namibia war. Er habe den Citi Golf des Ehepaares zum Gebäude des Campingplatzes gebracht und sei dann zu seinem Fahrzeug gegangen, um Verbandszeug zu holen.
© Helmar Subke
Zwei harte Schläge trafen den älteren Touristen am Körper, wie gestern Morgen zu erkennen war. Das Ehepaar wollte unerkannt bleiben.
„Als ich an meinem Fahrzeug ankam sprang ein Mann sehr behände aus meinem Dachzelt und verschwand in der Dunkelheit. Meine Befürchtung bewahrheiteten sich kurz darauf, denn meine Tasche mit Laptop, GPS, externer Festplatte, Kabeln, Akkus und allem was dazu gehört, die ich zur Sicherheit zu mir ins Zelt genommen hatte, war verschwunden“, sagte Dr. Subke.
Inzwischen sei der Eigentümer des Campingplatzes, Hartwig Grimm, wach geworden, habe die Hunde raus gelassen und den Alarm für die Sicherheitsfirma ausgelöst. Anschließend habe der Besitzer vergeblich versucht die Polizei beim Hosea-Kutako-Flughafen zu erreichen und nach unzähligen Versuchen habe er die Polizei in Windhoek telefonisch benachrichtigen können. Nach einer Stunde seien Angestellte des Sicherheitsdiensts auf der Kleinsiedlung östlich von Kappsfarm aufgetaucht und nach zwei Stunden endlich die Polizei. Dem Ehepaar sei Grimm zufolge nichts gestohlen worden.
© Helmar Subke
Mit dieser Metallstange prügelte einer der Verbrecher auf den wehrlosen Mann ein.
Im Krankenhaus habe sich gestern herausgestellt, dass ein Knochen im Unterarm angebrochen sei. Zudem zeugten zwei Blutergüsse, dass zwei harte Schläge den Mann an der rechten Seite des Körpers getroffen hatten.
Der Pressesprecher der Polizei, Vize-Kommissar Hophni Hamufungu konnte keine weiteren Informationen über den Überfall geben, sagte aber, dass er versuchen werde herauszufinden, warum die Polizei nicht schneller vor Ort oder zu erreichen war.
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