Opfer fordern: Tourismusorganisationen müssen Neuankömmlinge zur Vorsicht aufrufen
Windhoek - Zwei deutsche Touristen wurden kürzlich am helllichten Tag in Windhoeks Stadtviertel Luxushügel beraubt. Die Ausländer appellieren nun an Tourismusorganisationen, künftige Besucher zu warnen und zur Vorsicht aufzurufen.
„Es ging alles blitzschnell“, sagte Günther Hänisch jetzt im AZ-Gespräch. Er sei zum dritten Mal mit seiner Frau Elisabeth in Namibia zu Besuch. Am 15. Mai sei das Ehepaar in Namibia gelandet – noch am gleichen Tag sei ihm der Alptraum widerfahren. „Wir sind zur Bank gegangen, um einen Teil unseres Euro-Bargelds umzutauschen“, erklärte Hänisch. Danach hätten sie gegen Mittag einen Spaziergang gemacht, bevor sie den Hang an der Heinitzburgstraße aufstiegen. Etwa 50 Meter von der Robert Mugabe Avenue entfernt habe ein gut gekleideter Mann Günther Hänisch mit vorgehaltenem Messer bedroht. Gleich drei weitere Männer hätten seine Frau umzingelt und ihr die Handtasche entrissen. Die vier Täter seien in einen in der Nähe stehenden roten Pkw gesprungen und hätten die Flucht ergriffen. „Das Auto hatte kein Kennzeichen“, sagte Hänisch weiter. In der Tasche hätten sich rund 1080 Euro Bargeld befunden.
„Die Tourismusorganisatoren müssen Merkblätter verteilen und Besucher auf solche Vorfälle aufmerksam machen“, fordert Hänisch. Seine Frau fügte hinzu. „Ich habe in dieser Stadt eine innere Angst entwickelt – früher dachte ich, ich bin hier sicher.“