Newsletter
Zerstörung

 
Vom 16.05.2008

RDP stärkt Polizei den Rücken

Windhoek – Die Partei RDP appelliert an die Polizei, sich bei der Ausübung ihrer Aufgabe zur Durchsetzung von Recht und Ordnung nicht von Parteiinteressen beeinflussen zu lassen. Damit reagierte die RDP auf eine Äußerung von SWAPO-Vizegeneralsekretär Nangolo Mbumba vom Mittwoch. Dieser hatte Kritik an der Polizei geübt, weil sie eine RDP-Versammlung am vergangenen Samstag in Windhoek-Katutura zugelassen hat (AZ berichtete). Dabei war es fast zu gewalttätigen Zusammenstößen zwischen RDP- und SWAPO-Anhängern gekommen.

Der Stellungnahme von Mbumba entnimmt die RDP, dass es für sie „verbotene Plätze“ (no go areas) gebe. Dies werde man jedoch nicht akzeptieren, sondern sich weiter auf die Rechte berufen, die in der Verfassung verankert sind. Weil die RDP „einen anhaltenden Trend der Provokation und faschistischen Einschüchterung“ durch SWAPO-Anhänger spüre, hatte sie bereits am Dienstag einen Offenen Brief an Hifikepunye Pohamba gerichtet. Darin wird der Staats- und SWAPO-Präsident an seinen Amtsantritt und den dort abgelegten Eid zum Schutz der Verfassung erinnert. Die Bildung von neuen Parteien sei verfassungskonform, betonte RDP-Generalsekretär Jesaya Nyamu bereits im Vorfeld.

In seiner gestrigen Erklärung kritisiert Nyamu das Verhalten von Mbumba als „geschmacklose theatralische Leistung“. Nach Ansicht des RDP-Generalsekretärs zeige der jüngste Vorfall „das Chaos in der SWAPO“. „Die Partei ist zwischen Führung und Mitgliedern gespalten, das ist auch überall in der Regierung zu sehen“, führte Nayamu aus und analysierte: „Der Befreiungskrieg ist vorbei, doch das hat die SWAPO noch nicht begriffen. Sie hat eine Einstellung wie noch in den 60er, 70er und 80er Jahren.“
Archiv


Anzeige
Wetter

Reiterei in NAM

 
Reiterdenkmal

 
Simbabwe-Wahl

 
Anzeige
Farm-Enteignung