Vom 2.02.2012 Medien zu elitär und unkritisch
Windhoek – Vor dem Hintergrund der guten Einstufung Namibias im Ranking der Organisation Reporter ohne Grenzen (ROG) zur weltweiten Pressefreiheit hat die Menschenrechtsgesellschaft Namrights die hiesigen Medien kritisiert. Diese würden am Bedarf vorbei berichten und seien zu zaghaft mit Kritik an der Regierung.
Diejenigen, die die unabhängigen (privaten) Medienhäuser in Namibia besitzen und kontrollieren, „waren niemals und werden niemals Teil derer sein, welche die Medien am meisten brauchen, um ihre Sehnsüchte auszudrücken“, erklärte Namrights-Direktor Phil ya Nangoloh auf AZ-Nachfrage. Und weiter: „Namibias Medien sind vorwiegend elitär, wodurch in vielerlei Hinsicht die Dinge ignoriert werden, die die Mehrheit der Bevölkerung negativ betreffen.“
Der Menschenrechtler nennt auch den „deutlichen Unterschied“ zwischen den Wochenzeitungen (meist aus dem Boulevardbereich) und „dem Rest der privaten Medien“ und findet den Blätterwald insgesamt zu zaghaft, was Regierungskritik angeht: „Namibias Medien sind kaum regimekritisch“, wie es beispielsweise in Malawi, Kenia oder Sambia der Fall sei. Und: „Namibias Medien führen zu viel Selbstzensur durch.“ Für ya Nangoloh sei überdies unklar, ob der Organisation ROG der Ausraster von Minister Kazenambo gegenüber Medien bekannt sei, erwähnte er abschließend.
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