Die heutige Titelseite

 

Newsletter

Reisebericht

 

Exklusiv

 

Goldmedaille

 

Farm-Enteignung

 


Beamtenwillkür

 

Regen in Namibia

 

100 Jahre DHPS

 

Sam Nujoma

 

Vom  8.08.2007

Grundeinkommen für Squatter-Gruppe

Ab Januar 2008 erhält jeder Hüttenbewohner von Omitara über zwei Jahre N$ 100 pro Monat

Die Initiatoren des Sozialprojekts Basic Income Grant (BIG) haben am Montag Omitara als die Kommune ausgerufen, die zwei Jahre lang als Experimentierfeld zur Umsetzung des BIG-Konzepts dienen soll. Alle Einwohner der Squatterkommune sind dazu erfasst.

© AZ-Archiv
Mit einem Grundeinkommen will die BIG-Koalition für alle Armen Namibias ein Auffangnetz schaffen. Aufnahme aus einer typischen Hüttensiedlung.
Windhoek – Die Ortschaft 100 km östlich von Windhoek hat in der Vergangenheit verschiedentlich schlechte Presse erhalten, als Einwohner auf umliegenden Farmen beim illegalen Holzsammeln und wegen Schlingenlegerei belangt wurden. Die Konfliktsituation wurde hauptsächlich der Armut zugeschrieben. Die Webseite der BIG-Projektleiter (www.bignam.org) bietet jetzt aktuelle Einzelheiten an. Omitara gilt es ein typisches Elendsmilieu in Namibia, wo die BIG-Koalition ab Januar 2008 jedem Einwohner N$ 100 pro Monat zahlen wird, um über einen Zeitraum von 24 Monaten zu ergründen, ob und in wiefern mit diesem Grundeinkommen die Armut bekämpft werden kann.

Die Hauptträger der BIG-Koalition sind der Namibische Kirchenrat (CCN), der Dachverband der Gewerkschaften (NUNW), das Forum nichtstaatlicher Organisationen (NANGOF) und die nationale Aids-Organsation (NANASO). Das Namibische Arbeitsforschungsinstitut (LARRI) und das Sozialreferat der Ev.-Luth. Kirche in der Republik Namibia (ELCRN) koordinieren und begleiten das Projekt wissenschaftlich. Als Partner unterstützen die BIG-Koalition noch folgende Körperschaften: Brot für die Welt, der Lutherische Weltbund, zwei Evangelisch-Lutherische Kirchen in Deutschland (EkiR, EkvW) und die Friedrich Ebert Stiftung.

Ein Sprecher des Arbeitsforschungsinstituts sagte gestern, dass die BIG-Projektleitung innerhalb eines Tages die gesamte Einwohnerschaft der informellen Siedlung erfasst und 1005 Personen registriert habe. Beim letzten Medientermin der BIG-Koalition Anfang Juli war Omitara den Eingeweihten als auserwählte Ortschaft zwar schon bekannt, aber der Name wurde bis zur Erfassung der Einwohner geheim gehalten, weil die Kommune sonst einen unkontrollierten und unnatürlichen Zulauf erhalten hätte.

Das BIG-Pilotprojekt gilt als das erste seiner Art, bei dem in einem Entwicklungsland ein gesichertes Mindesteinkommen gewährleistet werden soll. Die BIG-Koalition erhofft, nach zwei Jahren der Regierung den Beweis zu erbringen, dass bei landesweiter Anwendung des Grundeinkommens die Armut wirksam bekämpft werden könne. Die BIG-Koalition will ihr eigenes Konzept ebenso kritisch erproben, wie sie bei gutem Ausgang die Regierung zur Fortsetzung überreden möchte.
Archiv


Wetter

Anzeige
FUSSBALL-WM 2010

 

Landesgeburtstag

 

Brandkatastrophe

 

Air Namibia

 

Simbabwe

 

Südafrika

 

Deutsch in Namibia