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23.09.2014, Windhoek

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Grundeinkommen für Squatter-Gruppe

Ab Januar 2008 erhält jeder Hüttenbewohner von Omitara über zwei Jahre N$ 100 pro Monat

Windhoek - Die Ortschaft 100 km östlich von Windhoek hat in der Vergangenheit verschiedentlich schlechte Presse erhalten, als Einwohner auf umliegenden Farmen beim illegalen Holzsammeln und wegen Schlingenlegerei belangt wurden. Die Konfliktsituation wurde hauptsächlich der Armut zugeschrieben. Die Webseite der BIG-Projektleiter (www.bignam.org) bietet jetzt aktuelle Einzelheiten an. Omitara gilt es ein typisches Elendsmilieu in Namibia, wo die BIG-Koalition ab Januar 2008 jedem Einwohner N$ 100 pro Monat zahlen wird, um über einen Zeitraum von 24 Monaten zu ergründen, ob und in wiefern mit diesem Grundeinkommen die Armut bekämpft werden kann.

Die Hauptträger der BIG-Koalition sind der Namibische Kirchenrat (CCN), der Dachverband der Gewerkschaften (NUNW), das Forum nichtstaatlicher Organisationen (NANGOF) und die nationale Aids-Organsation (NANASO). Das Namibische Arbeitsforschungsinstitut (LARRI) und das Sozialreferat der Ev.-Luth. Kirche in der Republik Namibia (ELCRN) koordinieren und begleiten das Projekt wissenschaftlich. Als Partner unterstützen die BIG-Koalition noch folgende Körperschaften: Brot für die Welt, der Lutherische Weltbund, zwei Evangelisch-Lutherische Kirchen in Deutschland (EkiR, EkvW) und die Friedrich Ebert Stiftung.

Ein Sprecher des Arbeitsforschungsinstituts sagte gestern, dass die BIG-Projektleitung innerhalb eines Tages die gesamte Einwohnerschaft der informellen Siedlung erfasst und 1005 Personen registriert habe. Beim letzten Medientermin der BIG-Koalition Anfang Juli war Omitara den Eingeweihten als auserwählte Ortschaft zwar schon bekannt, aber der Name wurde bis zur Erfassung der Einwohner geheim gehalten, weil die Kommune sonst einen unkontrollierten und unnatürlichen Zulauf erhalten hätte.

Das BIG-Pilotprojekt gilt als das erste seiner Art, bei dem in einem Entwicklungsland ein gesichertes Mindesteinkommen gewährleistet werden soll. Die BIG-Koalition erhofft, nach zwei Jahren der Regierung den Beweis zu erbringen, dass bei landesweiter Anwendung des Grundeinkommens die Armut wirksam bekämpft werden könne. Die BIG-Koalition will ihr eigenes Konzept ebenso kritisch erproben, wie sie bei gutem Ausgang die Regierung zur Fortsetzung überreden möchte.

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08-Aug-2007-07:00

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