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Regen in Namibia

 

Vom 15.03.2010

Geld für sechs Projekte kann fließen

Per Vertrag besiegelt: 17 Mio. Euro Entwicklungshilfe aus Deutschland können abgerufen werden

Namibia kann jetzt Geld und Leistungen im Wert von 17 Mio. Euro von der Bundesrepublik Deutschland im Rahmen der Entwicklungshilfe in Anspruch nehmen. Eine entsprechende Vereinbarung wurde am Freitag unterzeichnet. Damit sollen Projekte in sechs Bereichen gestartet werden

© Stefan Fischer
NPC-Chef Peter Katjavivi (l.) und der deutsche Botschafter Egon Kochanke unterzeichnen den Vertrag über Entwicklungshilfe in Höhe bzw. im Wert von 17 Millionen Euro.
Windhoek – Die Vereinbarung und der Betrag sind des Teil des Pakets, das im Juli 2009 während der jüngsten bilateralen Verhandlungen über die deutsch-namibische Entwicklungszusammenarbeit in Swakopmund ausgehandelt wurde. Der deutsche Botschafter Egon Kochanke und Peter Katjavivi, Generaldirektor der namibischen Planungskommission (NPC) bestätigten bei der Unterzeichnung in Windhoek die Hauptziele der Kooperation, nämlich Armutsreduzierung, Verbesserung des Zugangs zu Land, nachhaltige Nutzung natürlicher Ressourcen sowie Wirtschaftsförderung.

Laut einer Presseerklärung der deutschen Botschaft sollen die 17 Millionen Euro in einem 2-Jahres-Zeitraum für personelle und wenn nötig auch finanzielle Unterstützung eingesetzt werden. Dafür seien die Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) und die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) beauftragt worden. Diese sollen mit dem Geld sechs Projekte implementieren: Partnerschaft für ökonomisches Wachstum (3 Mio. Euro), Biodiversität und nachhaltiges Landmanagement (1,5 Mio. Euro), Grundwasseruntersuchung im Norden (1,5 Mio. Euro), Personalentwicklung im Geologischen Landesamt (2,5 Mio. Euro), HIV-/Aids-Kontrolle in Namibia (3 Mio. Euro) sowie Unterstützung von Landreform und Landnutzung (5,5 Mio. Euro). Allein zum letzten Bereich ging Botschafter Kochanke auf Nachfrage mehr ins Detail. So beinhalte das Programm die Kooperation von Landministerium und deutschen Experten zur Aufstellung eines Landnutzungsplans für Kommunalgebiete nördlich der sogenannten Roten Linie.

NPC-Generaldirektor Katjavivi unterstrich den „guten Willen und die feste Bande zwischen beiden Ländern bzw. Regierungen“. Lobend erwähnte er auch das Bekenntnis der deutschen Zivilgesellschaft, die bei der Entwicklung Namibias helfe. Es bestehe ein gutes Netzwerk, so Katjavivi, dessen Möglichkeiten bestmöglich genutzt werden müssten. Die namibische Regierung sei jedenfalls „zu einer erfolgreichen Umsetzung (der Projekte) komplett verpflichtet“, führte er aus und fügte hinzu, dass man das „starke Engagement“ von Deutschland sehr schätze.

Bei den Regierungsverhandlungen im vergangenen Jahr wurden Zusagen für die Unterstützung in Höhe bzw. im Wert von 116,5 Millionen Euro gemacht, wovon 31,5 Millionen als Entwicklungshilfe fließen und 85 Millionen als Kredite zu sehr günstigen Konditionen ausgereicht werden. Die drei Schwerpunkte des deutschen Engagements in Namibia sind Management natürlicher Ressourcen, Transport und nachhaltige Wirtschaftsförderung. Botschafter Kochanke wies darauf hin, dass sich die Hilfe Deutschlands für Namibia seit der Unabhängigkeit inzwischen auf 600 Millionen Euro summiert habe.

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