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Regen in Namibia

 

Vom  3.09.2010

Entsalzung hat Priorität

Mit Süßwassergewinnung gegen Armut und Arbeitslosigkeit

Der Parlamentarier Ben Amathila hat die Bedeutung der Landwirtschaft im Kampf gegen die Armut hervorgehoben. Weil die Agrarproduktion Wasser braucht, verlangt er, dass in Entsalzungsanlagen investiert wird.

Swakopmund – Ben Amathila (SWAPO), Vorsitzender des Parlamentarischen Ausschusses für Wirtschaftsangelegenheiten, natürlichen Ressourcen und öffentliche Verwaltung, fordert von der Regierung, im Kampf gegen Armut und Arbeitslosigkeit der Süßwassergewinnung höchste Priorität einzuräumen. „Lasst uns in Entsalzungsanlagen investieren“, sagte er gestern zum Auftakt eines zweitägigen Informationsaustauschs mit diversen Parlamentariern in Swakopmund. „Mit erschwinglich gewonnenem Wasser werden wir tausende Arbeitslose in der Wüste ansiedeln können und ihnen dort helfen, ein gesundes, produktives Leben zu führen.“

Eines der Themen des Austausches werden die möglichen Folgen des weltweiten Klimawandels sein, so Amathila. „Wir müssen dafür gewappnet sein und die Herausforderung, die der Klimawandel mit sich bringt, zu unserem Vorteil nutzen.“ Die Wüste sei ertragreich, sie brauche lediglich Wasser. „Süßwasser aus dem Meer garantiert uns Leben und Überleben“, hob er hervor. „Auf ausreichend Regen ist kein Verlass.“

Unabhängig von diesem Vorhaben, Namibias Wüste neben dem Uranabbau in produktives Agrarland zu verwandeln, gehen für den SWAPO-Parlamentarier Prof. Peter Katjavivi die Entwicklungsbemühungen viel zu langsam voran. Die geplante Entsalzungsanlage des staatlichen Wasserversorgers NamWater sei schon so lange im Gespräch, doch dieses staatliche Unternehmen habe bisher nichts als lediglich viele Worte gebracht. „Doch nicht mit Worten, sondern nur mit Taten können wir ein Land aufbauen“, sagte er in einem persönlichen Gespräch zur AZ.

Die zweitägige Besprechung der Parlaments-Abgeordneten wird von der Friedrich-Ebert-Stiftung (FES) in Namibia gesponsert. Ziel des Treffens ist, das Komitee in Bezug auf die „Makro-Wirtschaftsleistung“ auf den neuesten Stand zu bringen. Zu den Themen, die besprochen werden sollen, gehören u.a. die Armutsbekämpfung, die Arbeitslosigkeit, eine Analyse der Auslands-Investitionen, der Klimawandel, die Landreform und das Umsiedlungsprogramm sowie ein finanzieller Gesamtstatus.

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