SWAPO ruft Bevölkerung zur Teilnahme an Unabhängigkeitsfeier auf
Windhoek – Die regierende SWAPO-Partei hat alle Namibier aufgerufen, am 21. März an den Veranstaltungen unter dem Motto „20 Jahre Unabhängigkeit“ teilzunehmen. Dieses Jubiläum sei „ein freudiger Anlass für alle Namibier“, weil es „die Erfolge der Befreiung Namibias und des Gründens einer neuen Nation verdeutlicht“, sagte SWAPO-Spitzenfunktionär Jerry Ekandjo gestern in Windhoek.
Ekandjo rief alle Einwohner – „unabhängig von deren Rasse, Hautfarbe, sozialem Status, jung und alt“ – auf, sich in die Feiern am kommenden Sonntag einzubringen. Wer die Möglichkeit habe, nach Windhoek zu kommen, sollte dies wahrnehmen, da in der Hauptstadt (Independence-Stadion) die zentrale Jubiläumsfeier stattfindet. „Wir schulden es uns, die Erfolge und die Erinnerung an die Geburtsstunde unserer Nation zu feiern“, so Ekandjo. Wie das Informationsministerium gestern mitteilte, sei am Sonntag zwischen 20 und 21 Uhr auch ein Höhenfeuerwerk geplant; Windhoeker Haustierbesitzer sollten sich deshalb darauf vorbereiten.
Mit der Unabhängigkeitsfeier werde auch der Helden gedacht, die im Freiheitskampf ihr Leben gelassen haben, führte Ekandjo aus. Überdies sollte die Bevölkerung nicht die Unterstützung der internationalen Gemeinschaft vergessen. Ekandjo nannte hier die Länder Angola und China. Der Politiker ließ es sich nicht nehmen, Parteiwerbung zu machen. Die SWAPO habe sich „von einer Massen-Befreiungsbewegung zu einer politischen Massenorganisation gewandelt“, sagte er und versprach, dass die Partei damit fortfahren werde, Sicherheit für Namibia zu gewährleisten.
Mit Verweis auf die jüngsten Parlaments- und Präsidentschaftswahlen von November 2009 erinnerte er daran, dass die Mehrheit der Bevölkerung der SWAPO ihre Stimme und somit das Mandat zum Weiterregieren gegeben habe. Den Antrag beim Obergericht, den neun Oppositionsparteien eingereicht hatten, weil sie Wahlbetrug nachweisen wollten, bezeichnete der SWAPO-Spitzenpolitiker als „schmutzige Taktik“. Nach der Niederlage vor Gericht liege es nun an der Opposition selbst zu entscheiden, ob sie ihre Repräsentanten fürs Parlament einschwören lassen wolle oder nicht. Sollten sich die Oppositionspolitiker vereidigen lassen, „dann akzeptieren sie das Wahlergebnis“, führte Ekandjo aus. Die Einschwörung findet am Freitag um 9 Uhr statt.