Namibia bei Pressefreiheit vorn

Spitzenreiter in Afrika dank Platz 21 im Ranking von Reporter ohne Grenzen

vor 5 jahren - 11 Januar 2011 | Politik

Windhoek/Berlin - Die Situation der Reporter in Afrika entspreche nicht dem freudigen Ereignis, das viele Länder dieses Kontinents im vergangenen Jahr mit dem 50. Jubiläum der Unabhängigkeit gefeiert hätten, heißt es in dem Bericht, der dieser Tage veröffentlicht wurde. "Das Horn von Afrika bleibt die Region mit der schlechtesten Pressefreiheit", wird konstatiert. Immerhin seien allein in Somalia drei Journalisten getötet worden, für den ganzen Kontinent werden zehn solcher Ermordungen (Nigeria: zwei, Angola, DR Kongo, Kamerun, Ruanda, Uganda: jeweils einer) angegeben. "Etwa jeder fünfte Fall ereignete sich auf dem afrikanischen Kontinent", heißt es in dem Report, der von 57 getöteten Medienmitarbeitern (2009: 76) berichtet. Eritrea ist zum 4. Mal in Folge das Schlusslicht (2009 und 2010 jeweils hinter Nordkorea) von zuletzt 178 Ländern.

Allein Namibia sei ein leuchtendes Beispiel, da es sich von der ohnehin "hervorragenden Position" im Jahr 2009 (Platz 35) nun auf den 21. Rang verbessert habe und sich diesen Platz mit Kanada teilt. Damit schneidet Namibia bei dem Ranking im afrikanischen Vergleich am Besten ab, gefolgt von drei weiteren Staaten dieses Kontinents auf dem jeweils 26. Platz: Ghana (vorher 27.), Kap Verde (vorher 44.) und Mali (vorher 30.).

Im Vergleich mit seinen Anrainerstaaten folgen Namibia in der aktuellen Analyse Südafrika auf Rang 38 (2009: 33), Botswana auf dem 62. Platz und damit unverändert zu 2009, Sambia auf Rang 82 (2009: 97), Angola auf Rang 104 (2009: 119) sowie Simbabwe auf Rang 123 (2009: 136). Das Abrutschen von Südafrika wird mit den Angriffen auf Journalisten während der Fußball-WM begründet. Viel schlimmer wiege jedoch "das Verhalten von Senior-Politikern des Afrikanischen Nationalkongresses (ANC) gegenüber der Presse". So wird Julius Malema, Chef der ANC-Jugendliga, zitiert, der einen BBC-Journalisten im April 2010 von einer Pressekonferenz ausgeschlossen und ihn als "Bastard" sowie "verdammten Agenten" bezeichnet habe.

Ein genereller Trend sei für Afrika nicht auszumachen, erklärte Anja Viohl, Pressereferentin der Deutschen Sektion von Reporter ohne Grenzen e.V. mit Sitz in Berlin. "Einige Länder haben sich verbessert; aber dort, wo Kämpfe herrschen, hat sich die Situation deutlich verschlechtert", sagte sie auf AZ-Nachfrage.

Laut dem aktuellen Bericht haben die Entführungen von Journalisten, Festnahmen von Bloggern und Internetnutzern sowie Internetzensur weltweit zugenommen. Das Ranking und weitere Informationen sind im Internet nachzulesen (www.reporter-ohne-grenzen.de).

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