Windhoek/Rehoboth - Ob dem Ort Rehoboth heute vom Wasserversorger NamWater wie angekündigt wegen ausstehender Schulden der Hahn zugedreht wird, war bis gestern Abend noch unklar. Während Cornwell Chadya, Leiter der NamWater-Finanzabteilung, auf AZ-Nachfrage ankündigte, dass die Versorgung am 1. Juni um 8 Uhr abgeschnitten werde, erklärte Stadtverwaltung-Sprecher Jeffrey Kasupi, dass man mit NamWater in Verhandlungen stehe, um die Angelegenheit zu regeln.
"Unsere Entscheidung steht fest, wir sperren die Wasserversorgung", sagte Chadya gestern Abend zur AZ. Von Verhandlungen mit dem Stadtrat wisse er nichts, fügte er hinzu, räumte aber ein, dass sich der NamWater-Geschäftsführer außerhalb Windhoeks befinde und er diesen nicht gesprochen habe - nur dieser könne eine solche Entscheidung treffen oder rückgängig machen. Der NamWater-Boss war auch für die AZ nicht erreichbar.
NamWater spricht von "eskalierenden Schulden", wollte aber keinen Betrag nennen. Finanzmanager Chadya sagte nur so viel, dass Rehoboth und der kleine Ort Gibeon zusammen dem Wasserversorger rund 30 Millionen N$ schulden würden, was sich seit 2009 angehäuft habe.
"Ich denke nicht, dass die Wasserversorgung abgeschnitten wird", zeigte sich Stadtsprecher Kasupi im AZ-Gespräch zuversichtlich. Als Grund für die Schulden gab er die Zahlungsunwilligkeit vieler der rund 6000 Haushalte bzw. ca. 40000 Bewohner des Ortes an.










