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Volkstag trotz Disput angesagt

Streit um Standort des heiligen Feuers soll kein Hindernis des Gedenkens sein

Windhoek/Okahandja/Okakarara - Das Gedenken gelte den "gefallenen Helden des Hauses Tjamuaha/Maharero", teilt Tjikuua mit. Die Teilnehmer, die in der Regel aus allen Fraktionen und Gruppen der Ovaherero stammen, werden ab Freitag, 24. August, in Okahandja eintreffen und über drei Tage dort auf dem Kommando-Gelände lagern. Die Zusammenkunft erreicht am Sonntag, der in diesem Jahr mit dem nationalen Heldengedenktag (26. August) zusammenfällt, mit der Prozession von Truppenspielern ihren Höhepunkt.

Wegen des Streits zwischen der Fraktion des Hauses Maharero und der Herero-Gruppierung um Chef Kuaima Riruako um den Standort des heiligen Feuers der Ovaherero in Okahandja vor einem Jahr war zum ersten Mal auch ein großes Polizeikontingent in Okahandja. Die zwei Fraktionen bestehen jeweils auf einen anderen Standort für das heilige Feuer, wodurch 2011 etliche Herero nicht am Gedenken teilnahmen. Nächste Woche wird zu dem Gedenken ein Vertreter der Partei der Linken des deutschen Bundestags erwartet, die die Genozidthese und damit auch die Reparationsforderung der Ovaherero für Kriegsschäden von 1904-1908 unterstützt.

Vor einer Woche hat auf Ohamakari schon ein Gedenken in Anlehnung an die Gefechte am selbigen Ort im August 1904 und an den Ausbruch der Ovaharero in die Omaheke stattgefunden. Das Gedenken, anfänglich als "unpolitisch" angekündigt, erhielt jedoch einen ausgeprägten politischen Charakter, als der Regionalrat von Okakarara, Vetaruhe Kandorozu, die Drohung aussprach, dass die Ovaherero wie das Mugabe-Regime in Simbabwe zur Landbesetzung übergehen sollten, um Ländereien zurückzugewinnen, die sie im Kolonialkrieg von 1904-1908 verloren haben. Die gewaltsame Landnahme im Raum Okakarara und am Waterberg will Kandurozu deshalb durchführen, weil die Regierung nicht auf die Forderungen der Ovaherero höre. Sie zahle den Altkämpfern des Unabhängigkeitskampfes Vergütung aus, ohne sich um die Ovaherero zu kümmern.

Der Regionalgouverneur Rapama Kamehozu hat Nampa gegenüber reagiert, dass er sich nicht mit den Drohungen Kandorozus identifizieren könne. "Ich werde solchen Treffen nicht mehr beiwohnen. Ich bin zur Hälfte der Veranstaltung gegangen, weil ich nicht da sitzen und anhören kann, wie sie respektlos über unsere Regierung reden."

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17-Aug-2012-07:33

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