Swakopmund/Walvis Bay – Die Walvis Bayer Stadtverwaltung will die Tarifordnung für Abwasser neu strukturieren. Industrie und Geschäftswelt war kürzlich zu einem Informationsaustausch geladen. Die Walvis Bayer Geschäftswelt zeigte jedoch wenig Interesse. Lediglich drei Firmenbesitzer waren erschienen, als Andre Burger von der Abteilung Wasserwesen der Hafenstadt sein Anliegen erläuterte.
„Derzeit verlangen wir zwei Arten von Abgaben“, erklärte Burger, „die Privathaushalte werden gesondert von den Unternehmern berechnet“. Bei den industriellen Abgaben richte sich die Stadt sogar noch nach einer zweiseitigen Tabellenaufführung. „Hotels, Pensionen, Hallen, Kindergarten, Kirchen, Fabriken und noch viele mehr sind alle einzeln aufgelistet und werden gesondert berechnet“, so Burger. Einige zahlen anhand der angegebenen bebauten Fläche, andere wiederum anhand der aufgezählten Aborte. Das soll sich jetzt ändern. Eine genaue Berechnungsskala liege zwar noch nicht vor, dennoch wolle die Stadt die verlangten Gebühren für Industrie einheitlich belasten.
„Wenn wir anhand des Wasserverbrauchs Gebühren verlangen, dann werden wir einigen Unternehmern entgegenkommen, andere wiederum müssen mit einer Erhöhung rechnen“, so Burger. Zu berücksichtigen seien jedoch unter anderem die Fischindustrien oder Gärtnereien, die weit mehr Wasser benötigen als prozentual gerechnet in die Klärwerke zurückfließt. Ziel sei es, ein faires System so auszuarbeiten, dass die industrielle Abwassergebühr gleichwertig berechnet werde, die Stadt dennoch keine Steuereinbußen hinnehmen müsse.