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Vom 23.07.2007

Touristenmörder im Visier

Präsident Pohamba: Alle Anstrengungen zur Überführung der Täter

Windhoek – Namibias Präsident Hifikepunye Pohamba hat die Kriminalität gegen Besucher dieses Landes scharf verurteilt. Während seiner Rede zur Eröffnung der Sossus Dune Lodge am vergangenen Samstag bei Sesriem nahm das Staatsoberhaupt Bezug auf den zwei Wochen zuvor in der Nähe von Windhoek ermordeten deutschen Touristen Johannes Fellinger (56). „Meine Regierung verurteilt diese kriminelle Tat auf das schärfste“, sagte Pohamba.

Der Staatschef versicherte, dass ohne Unterbrechung daran gearbeitet werde, „Kriminelle in unserer Gesellschaft auszurotten“, und rief zudem die Bevölkerung zur kompromisslosen Unterstützung der Polizei auf. „Kriminelle sind die Feinde von Frieden und Fortschritt. Sie sind die Feinde ökonomischen Wachstums und Wohlstands“, führte er aus, und begründete, dass ein Angriff auf Touristen ein Akt „wirtschaftlicher Sabotage“ bedeute. Pohamba versprach, dass „unsere Regierung jeden Stein umdrehen wird, um die Schuldigen zu überführen“.

Bis gestern konnte im Fall des getöteten Touristen noch keine Festnahme der beiden flüchtigen Täter gemeldet werden. Das teilte Polizeisprecher Stefan Nuuyi auf AZ-Nachfrage mit. Indes ist der Leichnam Fellingers am vergangenen Wochenende von Namibia in seine Heimat Niederahr (Rheinland-Pfalz) gebracht worden. Das berichtete die Nachrichtenagentur dpa unter Berufung auf den Allgemeinen Deutschen Automobil-Club (ADAC) als Reiseversicherer. Bereits vor wenigen Tagen war Elke Fellinger wieder in die Heimat zurückgekehrt. Das Ehepaar war bereits zum fünften Mal in Namibia. Der Mord geschah am 8. Juli, dem Tag ihrer Ankunft. Auf dem Weg nach Swakopmund wurden sie auf der C28 im Khomas-Hochland, ca. 50 km von Windhoek entfernt, von zwei Männern überfallen, von denen einer den Ehemann mit einem Kopfschuss tötete.
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