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Regen in Namibia

 

Vom 14.08.2006

Seminar zum BIG

Grundeinkommen ist weiter in der Diskussion

Windhoek - Ein "Basic Income Grant (BIG)" sei die einzig praktikable Strategie, in absehbarer Zeit Verzweiflung und tiefe Armut zu bekämpfen. So heißt es in der Abschlussresolution des Seminars ,?Kirche und Gesellschaft - Ein Grundeinkommen für Namibia, welches am vergangenen Freitag in Windhoek zu Ende ging.

Ein BIG in Höhe der derzeit diskutierten N$100 pro Monat pro Kopf, erfordere laut der BIG-Koalition lediglich zwei Prozent des namibischen Bruttosozialprodukts und sei deshalb finanzierbar. Ein solches Grundeinkommen fördere die Beschäftigung, indem die Arbeitssuche zu produktiven Aktivitäten erleichtert und daher nachhaltiges Wirtschaftswachstum gefördert werde. Weiterhin werde die Mindestzahlung die Bemühungen unterstützen, den Zugang zu Trinkwasser, Finanzen und Ausbildung zu verbessern.

Die BIG-Koalition bezieht sich dabei auf die namibische Verfassung, in der das Recht auf Leben garantiert ist. "Armut beeinträchtigt dieses Recht", heißt es in der Resolution und weiter: "Die Durchführung eines BIG-Mindesthilfe erfordert Solidarität und das Teilen zwischen allen Beteiligten. Gleichzeitig werden die Bemühungen zum Aufbau der Nation und Versöhnung unterstützt". In seiner Ansprache erklärte Bischof Dr. Zephania Kameeta zu der im Jahre 2004 geborenen Idee einer Mindesthilfe, dass die Koalition die Menschen landesweit inzwischen gut über das Vorhaben informiert habe. Wenngleich eine Sozialzahlung nicht als die einzige Möglichkeit gesehen werde, die tiefe Armut im Land anzugehen, sei es das "einzige finanziell nachhaltige und direkte Mittel, um den Zugang zu Trinkwasser und zu Wohnungen zu verbessern und Korruption, Kriminalität und Massenarmut zu bekämpfen". BIG werde als Antrieb für die ländliche Wirtschaft wirken, die Ernährung der Kinder verbessern sowie den Status der Frauen stärken.

Auf die praktische Durchführung, Verantwortung und Verwaltungskosten für eine solche monatliche Finanzspritze für alle Menschen vom Baby bis zum Ruhestand ging Kameeta nicht ein. Die leidige Erfahrung mit der noch immer nicht reibungslos funktionierenden Auszahlung der Pensionsgelder könnte als Beispiel für Bedenken dienen.
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