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Vom 28.01.2009

Privatsektor empört

„Im Innenministerium herrscht Chaos“

Windhoek – Derweil das Innenministerium derzeit noch damit beschäftigt ist, die Willkür von Beamten bei der Touristeneinreise zu klären, reagiert der Privatsektor empört. „Das ist ein Desaster. Das geht einfach nicht“, sagte Sven-Eric Kanzler, Pressesprecher des Tourismusunternehmens Gondwana Collection, der AZ.

Kanzler zufolge müssen die Beamten zur Rechenschaft gezogen und soll der Willkür sofort ein Ende gesetzt werden. Die Beamten würden bei der Einreise ohne System und spontan entscheiden, wie lange ein Tourist in Namibia bleiben darf. Jeder Ausländer darf laut Gesetz an und für sich bis zu 90 Tagen im Land bleiben. „Die Beamten sind sich nicht bewusst, was für einen Schaden sie anrichten“, sagte der Pressesprecher weiter. Und: „Man muss kaum betonen, was für eine Bedeutung der Tourismus für Namibia hat.“ Es müsse gemeinsam eine befriedigende Lösung gefunden und dem Problem ein Ende gesetzt werden.

Indes hat das Innenministerium sein Versprechen nicht gehalten, sich zur Angelegenheit zu äußern. „Bei uns herrscht unglaubliches Chaos. Wir haben eine Krise“, sagte Pressesprecher Hengari gestern der AZ. Eventuell werde heute eine Antwort vorliegen.
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