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Zerstörung

 

Vom 14.05.2008

Pilot hat „guten Standard“

Nach Flugzeugabsturz: 40 Prozent der Untersuchungen abgeschlossen

Windhoek – Vier Tage nach dem Absturz einer Cessna 210 von Scenic Air in Windhoek sind die Untersuchungen zur Unglücksursache „zu 40 Prozent abgeschlossen“. Das sagte Ericksson Nengola, Chef des Direktorats zur Untersuchung von Flugzeugunfällen im Transportministerium, gestern auf AZ-Nachfrage. Er wollte sich jedoch nicht dazu äußern, wann mit dem Ergebnis zu rechnen sei.

„Wir wollen die Untersuchungen so schnell wie möglich abgeschlossen haben, denn wir wissen, dass der Frust in der Öffentlichkeit groß ist. Aber wir müssen internationalen Prozeduren folgen, die auch in den namibischen Gesetzen festgeschrieben sind“, warnte Nengola vor allzu großen Erwartungen, was den Abschluss der Untersuchungen angeht. Die technische Überprüfung schließe die Untersuchung des Flugzeugwracks, das sich am Eros-Flughafen unter Aufsicht des Transportministeriums befinde, ein. Da man nicht alle Arbeiten in Namibia ausführen könne, müssten Bauteile der in den USA hergestellten Maschine zur Untersuchung in andere Länder geschickt werden. Spekulativ nannte Nengola als Ursache für den Verlust von Antriebsleistung, die der Pilot kurz nach dem Start per Funk gemeldet hatte, „entweder das Triebwerk, die Maschine oder das Wetter“.

Der Behördendirektor führte im AZ-Gespräch weiter aus: „Es gibt viele Aspekte zu überprüfen, unter anderem auch die Arbeitsweise des Unternehmens, dem die Maschine gehört, sowie die Ausbildung und Erfahrung des Piloten.“ In letzterer Hinsicht bescheinigt Nengola, ausgehend von einem am Montag stattgefundenen Gespräch, dem Piloten Dean McConnell einen „guten Standard“. Der 25-Jährige sei bereits in Malawi und Südafrika mit einer so genannten kommerziellen Lizenz, welche die Voraussetzung für die gewerbliche Nutzung eines Flugzeuges ist, geflogen. Wie Scenic-Air-Geschäftsführer Owen Sivertsen bereits zuvor auf AZ-Nachfrage erklärte, sei der Pilot „sehr erfahren“ und habe „über 700 Flugstunden“ absolviert. Er habe zum Zeitpunkt des Unglücks „zwei bis drei Monate“ für das in Windhoek ansässige Unternehmen gearbeitet.

Das Flugzeug war am vergangenen Freitag kurz nach dem Start vom Eros-Flughafen auf dem Lagergrundstück von TransNamib im Südlichen Industriegebiet von Windhoek abgestürzt. Offenbar hatte der Pilot versucht, eine Notlandung vorzunehmen, doch die Maschine hatte sich in einer 66kV-Hochspannungsleitung verfangen. An Bord befanden sich neben dem Piloten vier Touristen aus Frankreich und den USA, die leichte bis schwere Verletzungen erlitten haben. Sie alle haben Namibia inzwischen wieder verlassen, wobei sich die französische Touristin in ihrer Heimat noch einer Operation am Rücken unterziehen muss.
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