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Regen in Namibia

 

Vom 13.08.2009

Museum wird multimedial

Windhoek - Das neue Unabhängigkeitsmuseum auf dem Windhoeker Regierungshügel zeigt nicht nur den Weg Namibias in seine Unabhängigkeit. Laut Esther Moombolah-/Goagoses, Vizedirektorin und Leiterin des Nationalmuseums, soll die Ausstellung mit den frühen Besiedlungen beginnen und mit den ersten Jahren nach der Unabhängigkeit enden.
„Wir planen mehrere Themen“, sagte sie auf Anfrage der AZ. Das Museum ist als interaktives und multimediales Museum geplant. Wer zum Beispiel den Raum betrete, in dem ein Video über das Cassinga-Massaker läuft, soll mit einer Geräuschkulisse von fallenden Bomben einen echten Eindruck der Ereignisse bekommen.
Ausgestellt würden Exponate von privaten Sammlern oder aus dem Bestand des Museums. Geplant sei auch eine Verbindung zwischen der Alten Feste (Nationalmuseum) und dem neuen modernen, dreieckigen und fünfstöckigen Museumsgebäude nebenan. Dass dieses wie geplant bis März 2010 fertiggestellt sei, könne sie sich zurzeit, wenige Tage nach Baubeginn, jedoch noch nicht vorstellen.
Unterdessen bewegt die Reiter-Versetzung aufgrund des Museumsbaus weiter Windhoek. „Die Politiker sind damit weit weg von der öffentlichen Meinung“, sagt Rechtsanwalt Andreas Vaatz und belegt dies mit ersten Ergebnissen seiner eigens mit Hilfe von Schülern angefertigten Umfrage. Von bisher 375 befragten schwarzen und farbigen Windhoekern sind 83 Prozent gegen die Reiter-Verschiebung. Bis Freitag sollen insgesamt rund 1000 schwarze und farbige Leute befragt werden. Ob Vaatz mit dem Umfrageergebnis jedoch wie geplant ein Umdenken bei den Politikern erwirken und einen Umzug des Reiters doch noch verhindern kann, ist fraglich. Schließlich sind die Arbeiten schon weit fortgeschritten.
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