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Zerstörung

 

Vom  3.07.2008

Kläranlage wird jetzt bewacht

Swakopmund – Die Ingenieurabteilung der Swakopmunder Stadtverwaltung hat den Auftrag erhalten, vorübergehend einen Wachmann anzustellen, der das Eingangstor zur Kläranlage bewachen soll. Den Beschluss gab Bürgermeisterin Germina Shitaleni bei der vergangenen Stadtratssitzung bekannt. Nachdem zwei Kleinkinder kürzlich im Auffangbecken der Kläranlage ertrunken sind, hat die Stadt sich nun dazu entschlossen, ein Gehalt in Höhe von 3000 Namibia-Dollar pro Monat für einen Bewacher zu entrichten.

Die Kinder waren ein zweites Mal durch das offene Tor geschlichen, nachdem kurz zuvor ein Angestellter der Stadt sie vertrieben hatte. „Ein einzelner Wachmann wird allerdings nicht das komplette Gelände überblicken und bewachen können“, sagte Shitaleni, „es besteht leider immer auch die Möglichkeit, über die Mauer zu klettern und sich so Zugang zum Areal zu verschaffen“. Es wurde zusätzlich beschlossen, das Tor fortwährend geschlossen zu halten. Ferner sollen Warnschilder auf die Gefahrenzone hinweisen. „Schilder werden zwar nicht viel nutzen, wenn Kleinkinder, die noch nicht lesen können, alleine umherirren“, so die Bürgermeisterin. Ungeachtet der offenen Frage, wie es dazu kommen konnte, dass so junge Kinder unbeaufsichtigt umherwandern können, „müssen wir jetzt erst einmal eine Lösung finden, damit sich dieser tragische Unfall nicht wiederholt“, betonte die Bürgermeisterin.

Indes ist auch über Aufklärungskampagnen an Schulen nachgedacht worden. „Ich hoffe jedoch nicht, dass ein ermahnender Hinweis ins Negative hinausläuft, denn oft stimuliert eine Warnung die Neugierde unserer jungen Mitmenschen dazu, die Gefahrenzone näher betrachten zu wollen“, erwähnte das Stadtoberhaupt abschließend.
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