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Kampf gegen Shebeen-Wildwuchs

Windhoeker Stadtrat unternimmt neuen Anlauf zur Regulierung von Barackenbars

Windhoek - Gemäß der vergangene Woche gefällten Entscheidung, soll Betreibern von Barackenbars eine "Gnadenfrist" von zwei Jahren gewährt werden, binnen der sie ihre Pinten bei der Stadtverwaltung registrieren und den dafür geltenden Vorschriften anpassen müssen.

Dazu gehören unter anderem die Auflagen, dass der Abstand zwischen einzelnen Sheebens mindestens 200 Meter betragen muss und diese nicht in der Nähe von Kirchen, Schulen oder Kindergärten stehen dürfen. Darüber hinaus müssen Antragsteller, die sich um eine Shebeen-Lizenz bewerben, dafür die Genehmigung der Nachbarn im Umkreis von 50 Metern ihrer Schenke einholen und sicherstellen, dass diese nicht durch Lärm aus der Kaschemme belästigt werden.

Des Weiteren müssen Shebeen-Betreiber gewährleisten, dass ausreichend Parkplatz bei ihrem Establishment vorhanden ist und vorbeiführende Straßen nicht durch Autos der Kundschaft blockiert werden. Die Regularien ermächtigen die Stadtverwaltung ferner, Shebeen-Betreibern die Lizenz zu entziehen, in deren Pinten es zu gewaltsamen Auseinandersetzungen kommt, oder deren Gäste die Nachtruhe stören bzw. öffentliches Ärgernis erregen.

Die Registrierung einer Shebeen unterliegt ferner der Auflage, dass die betroffene Schenke den Baubestimmungen der Stadt genügt und dort angemessene sanitäre Anlagen vorhanden sind. In diesem Zusammenhang hat der Stadtrat verfügt, dass eine Shebeen nur dann registriert bzw. ihre Lizenz erneuert wird, wenn die Einhaltung dieser Vorschriften von Sachverständigen vor Ort überprüft wurde.
Vor einer jährlich fälligen Verlängerung der Betriebs-Lizenz will sich die Stadtverwaltung bei der Stadtpolizei vergewissern ob gegen die jeweils betroffene Shebeen irgendwelche Beschwerden aus der Nachbarschaft vorliegen oder dort Auseinandersetzungen zwischen Kunden gemeldet wurden. Sofern keine Klagen gegen die Shebeen bekannt sind, soll vor einer Verlängerung ihrer Lizenz bei einer weiteren Inspektion geprüft werden, ob das Establishment weiterhin den geltenden Auflagen entspricht.

Parallel zu diesen Maßnahmen will die Stadtverwaltung eine Aufklärungskampagne unter allen betroffenen Interessenträgern durchführen und mit den Voraussetzungen für den Erhalt oder die Verlängerung einer Shebeen-Lizenz vertraut machen. Im Rahmen dieser Initiative soll auch die Informationsbroschüre aktualisiert werden, in der die Auflagen für Shebeen-Betreiber dargelegt sind.

Durch die künftig geltende Vorschrift, Gewerbelizenzen für bereits aktive Shebeens jährlich zu erneuern, hofft die Stadtverwaltung den Wildwuchs neuer Barackenbars zu bremsen und die Anzahl "problematischer" Pinten zu reduzieren. Die Verantwortlichen reagieren damit auf andauernde Beschwerden von Einwohnern der Hauptstadt, die sich seit geraumer Zeit über Lärmbelästigung, Umweltverschmutzung, Alkoholmissbrauch und Gewaltexzesse bei Shebeens beklagen und deren Regulierung fordern.

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03-Aug-2012-08:02

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