
Ein Bild, das um die Welt ging. Das beliebte Swakopmund Brauhaus war in der Nacht vom 24. zum 25. März 2010 bis auf die Grundmauern niedergebrannt.
Es war schon von vielen Swakopmundern und Brauhausfans als eine kleine Katastrophe betrachtet worden: In der Nacht vom 24. zum 25. März hatte ein Feuerinferno das traditionsreiche und beliebte Restaurant Swakopmund Brauhaus komplett vernichtet.

In den Mund gelegt: „Mal ehrlich, Horst, den Aufbau hättet ihr doch wahrlich auch etwas eher fertigstellen können, oder?“ Der Eigentümer vom Brauhausgebäude, Werner Willi Gossow (l.), im Gespräch mit Zimmerermeister Horst Weimann (r.).
Fassungslos schauten damals die ersten Schaulustigen vor Ort in die Flammen. Das Gebäude brannte lichterloh und trotz schneller Reaktion der Brandwache und der professionell durchgeführten Löscharbeiten durch Feuerwehrmann Tony Moller war nichts mehr zu retten. Kaum eine Stunde nach dem Brand hatte die Nachricht weltweit ihre Runde gemacht und die ersten bestürzten Kurzmitteilungen aus Europa und Südafrika erreichten Wirt Christian Baas sowie die beiden Brauhauseigentümer Enjo Müller und Manfred Strzelecki. Niedergeschmettert blickten am anderen Morgen die ersten Fußgänger in die verkohlten Überbleibsel. Alles lag in Schutt und Asche. Zum Glück waren keine Personen zu Schaden gekommen.

Fassungslosigkeit am Tag danach: Von den geselligen Sitzecken waren nach dem Brand nur noch verkohlte Tische und Stühle als schwarzes Überbleibsel geblieben. Fotos: Kirsten Kraft
Doch der Eigentümer des Gebäudes, Werner Willi Gossow, fackelte nicht lange und redete auch nicht um den heißen Brei, sondern versicherte: „Das bauen wir wieder auf.“ Er hat sein Wort gehalten und – Informationen zufolge – die Handwerker mächtig zur Eile getrieben. Für die Fachmänner wurde es „ein Job, der ganz anders verlief, als wir es gewohnt sind“, sagte Horst Fritze vom Bauunternehmen Fritze & Quelle beim Richtfest. „Kaiser Werner Willi als Leithammel“ ließ nämlich keinen Aufschub gelten. Genau vier Monate nach der Schreckensnacht erstrahlt das beliebte Lokal jetzt wieder im neuen Glanz und lädt zum Bier ein.