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Vom  9.03.2010

Fußgänger gefährden den Verkehr in Swakopmund

Beim Bürgerforum wird Vorwurf an die Polizei laut – Verkehrspolizisten des Küstenortes werden entwaffnet

Swakopmund – Die Verkehrspolizei von Swakopmund vernachlässigt ihre Pflichtaufgabe. Das zumindest meint Heidi Snyman vom Hotel Schweizerhaus. Sie hatte vergangene Woche beim Dialog über Entwicklungsinitiativen zwischen Stadt und Unternehmen die Dienstleistung dieser Beamten beanstandet.

In der Küstenstadt würden immer mehr die Fußgänger die Verkehrssicherheit gefährden, begründete Snyman. Auch Taxifahrer, die mitten auf der Straße anhalten, damit Fahrgäste ein- oder aussteigen können, würden ein Unfallrisiko darstellen, so Snyman, die sich mehr Polizeipräsenz wünscht. Damit meine sie jedoch nicht den „Beamten-Auflauf“ bei Geschwindigkeitskontrollen. „Die normalen Regeln werden hier einfach nicht mehr eingehalten“, sagte sie. „Besonders die Fußgänger laufen über die Straße wie sie wollen.“

Snyman sprach der Stadt aber auch ein Lob aus. „Diese Stadtverwaltung ist bei weitem die beste von ganz Namibia“, sagte sie. Doch von Bürgermeisterin Germina Shitaleni verlangte sie an dem Abend, die nachlassende Arbeitsmoral mit der Straßenverkehrsbehörde dringend aufzunehmen.

Derweil wurde auf der jüngsten Stadtratssitzung beschlossen, die Verkehrspolizisten zu entwaffnen. Drei Revolver und vier Pistolen sollen somit bei der nächsten öffentlichen Auktion unter den Hammer kommen. Die achte Schusswaffe, eine Star-Pistole mit der Seriennummer 274712-9mm PAR, war im Juni 2006 aus dem Verkehrsbüro gestohlen worden. Dieser Diebstahl wird von den Gesetzeshütern noch untersucht.

Obwohl ein Kostenvoranschlag für neue Handfeuerwaffen eingeholt wurde, ist beschlossen worden, die ausrangierten Schießeisen nicht durch neue zu ersetzen. „In den vergangenen 14 Jahren ist aus den Schusswaffen nie ein Schuss abgefeuert worden“, begründete Stadtdirektor Eckart Demasius, „außerdem gehört es sich für Verkehrspolizisten nicht, bewaffnet zu sein“.
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