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Regen in Namibia

 

Vom 28.06.2007

Fangmenge für Robben bekannt

Kabinett gibt für drei Jahre jeweils 86000 Pelztiere zur Ernte frei

Windhoek – Das Kabinett hat für die nächsten drei Jahre jeweils 86000 Kap-Pelzrobben zur Ernte freigegeben.

Das hat die Ministerin für Rundfunk und Information, Netumbo Nandi-Ndaitwah, gestern bei der Bekanntgabe der jüngsten Kabinettsbeschlüsse angekündigt. Diese Gesamtfangmenge gehe auf einen Vorschlag des maritimen Ressourcen-Beirates zurück, der bei seinem letzten Treffen am 31. Mai diese Quote empfohlen habe.

Ndaitwah zufolge hat eine Erhebung im Dezember 2005 ergeben, dass vor Namibias Küste eine Population von 205500 jungen und 650000 ausgewachsenen Robben existiert, die jährlich etwa 900000 Tonnen Fisch verzehren. Angesichts der Gesamtfangmenge der namibischen Fischereiindustrie, die jährlich zwischen 500000 und 600000 Tonnen Fisch lande werde deutlich, „dass Robben mehr Fisch vertilgen als von der kommerziellen Fischerei-Industrie gefangen wird“. Außerdem bestehe die Nahrung der Robben primär aus jungen Sardinen und Kapseehechten, die einen wesentlichen Bestandteil der kommerziell genutzten Fischressourcen ausmachten.

Gleichzeitig jedoch erinnerte Ndaitwah daran, dass im vergangenen Jahr zahlreiche Robben verendet seien und sich ihr Bestand entsprechend verringert habe. Deshalb habe das Kabinett beschlossen, die Quote für Jungrobben zu reduzieren.

Es ist das erste Mal, dass das Kabinett eine Robben-Fangmenge über einen Zeitraum von drei Jahren festlegt. Der relevante Beschluss lässt jedoch die Möglichkeit, die Quote für die Jahre 2007 bis 2009 „anzupassen“, wenn sich die Robbenbestände deutlich verringern oder erhöhen sollten. Nach bisheriger Festlegung sollen in diesem Zeitraum jährlich 80000 Jungrobben und 6000 Bullen geschlagen bzw. geschossen werden dürfen. Im vergangenen Jahr betrug die zur Ernte freigegebene Anzahl Robben insgesamt 91000 Tiere.

Das Kabinett hat dem Fischereiministerium ferner nahe gelegt, die „probeweise“ Vergabe von Fangrechten in Robbenkolonien zu prüfen, die jenseits der traditionellen Konzessionsgebiete am Kreuzkap, sowie bei der Wolf- und Atlasbucht liegen. In den drei Jahren soll die Robbenernte jeweils zwischen dem 1. Juli und dem 15. November erfolgen und sich strikt an die dafür geltenden Vorschriften halten.
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