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Regen in Namibia

 

Vom 12.08.2009

Ex-Schüler der DHPS


Henning Melber (Direktor der Dag-Hammarskjöld-Stiftung, Uppsala/Schweden):
 
Als neu eingewandertem „Dscherrie“ im aufmüpfigen Zeitgeist der erwachenden 68er Generation bot mir die HPS zwischen 1967 und 1970 nicht nur eine Überlebensnische sondern wurde zur Schule des Lebens.

Dank aus Deutschland kommenden pädagogischen Fachkräften für Geschichte, Sozialkunde und Deutsch wie Westphal und dem Theaterliebhaber Neulen, einem Cineasten und Musikbesessenen Ernst Scherer „aber auch der heimischen, aus Maltahöhe stammenden Karola Cavell-Clarke (die als Englischlehrerin unsere jugendlichen Halbstarken-Phantasien beflügelte)“ war die HPS keine Lernmaschine, die das Duckmäusertum förderte.

Querdenken, Offenheit, Neugierde und Kreativität wurden oft toleriert und mitunter ausdrücklich ermutigt, Zivilcourage und entsprechendes Verhalten wurden trotz mancher Disziplinarmaßnahmen mit Sympathien bedacht.

Nicht zuletzt der großartig tolerante Schulleiter Ernst Friedrich stand für emanzipatorische Werte und Tugenden, die ein Überleben Andersdenkender auch in der „Weißen Zeit der Dürre. (Andre Brink) ermöglichte und zarten Pflänzchen den Nährboden für eine andere Zukunft bot. „ Danke!

Biografische Daten:
 
Henning Melber (geb. 1950), Matrik 1969, Abitur 1970, Fachausbildung zum Journalisten in München (1971/72), danach kurzzeitig (gescheiterter) Redakteur bei der „Allgemeine Zeitung“.

Studium der Politischen Wissenschaften und der Soziologie an der Freien Universität Berlin (1972-1977). Seit 1974 Mitglied der SWAPO. 1980 Promotion (Dr. rer. pol.) und 1993 Habilitation (venia legendi Entwicklungssoziologie) an der Universität Bremen.

Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung in Berlin (1979-1982), im Namibia-Projekt an der Universität Bremen (1980-1982) und im Schwerpunkt Internationale Politik und Internationale Beziehungen an der Universität Kassel (1982-1992). Ab 1992 Direktor der Namibian Economic Policy Research Unit (NEPRU).

Von 1994 bis 2000 Vorsitzender der Namibisch-Deutschen Stiftung für kulturelle Zusammenarbeit (NaDS). Ab 2000 Forschungsdirektor des Nordic Africa Institute in Uppsala/Schweden, seit 2006 geschäftsführender Direktor der dortigen Dag-Hammarskjöld- Stiftung.

Sabine Kownatzki (Unternehmerin im Tourismus):
 
Was hat die DHPS mir bedeutet? Alles. Meine Erfolge im Leben habe ich meinen Eltern und meiner ausgezeichneten Schulausbildung zu verdanken, vor allem die vier Sprachen, die ich nach dem Schulabschluss fließend beherrschte.

Die Lehrer haben uns viel mehr als nur Lernstoff mitgegeben. Während einer Aushilfszeit an einer Schule in Windhoek (noch während meines Studiums), fasste ein Schulinspektor meine damalige Leistung wie folgt zusammen: „Eine erstklassige Schulausbildung kann man niemals verleugnen.“ In Dankbarkeit und mit den besten Wünschen für die Zukunft.

Biografische Daten:
 
Geboren (1960) und aufgewachsen in Windhoek, bin ich von Sub A bis zum Matrik 1978 an die DHPS gegangen. Anschließend habe ich Sprachen und Fortsetzung auf Seite 25 Psychologie and den Universitäten von Kapstadt und Südafrika studiert und habe mit einem BA Honours in Counselling Psychology (cum laude) abgeschlossen.

Meine Karriere war etwas verschnörkelt, doch als Höhepunkt sind zu nennen: der Dozentenposten an der UNAM und dem Polytechnikon für die Fächer Germanistik und Kommunikationswissenschaften (15 Jahre). Außerdem der Posten als Director Human Resources Development im Büro des Premierministers (11 Jahre).

Zurzeit führe ich gemeinsam mit meinem Mann und der Familie meiner Tochter die Gästefarm Weaver‘s Rock und bin zudem als Trainerin, Personal und Business Coach und Motivationssprecherin tätig. Zudem habe ich mit dem Magisterstudium Counselling und Coaching begonnen.

Sabina Mossolow (Sopranistin, Teilzeit-Dozentin für Italienisch an der Universität Stellenbosch und freischaffende Journalistin):
 
Mein Schulwechsel zur DHPS einen Tag nach meinem 15. Geburtstag bedeutete eine wichtige Weichenstellung in meinem Leben. Dank des breitgefächerten, anregenden Unterrichtangebots und der liberalen Schüler- Lehrerbeziehung hat dieser Schritt mir nicht nur den Blick zu einem freien Denken eröffnet, sondern auch meinen künstlerischen Eigenschafen und Sprachkenntnissen zur Entfaltung verholfen.

Der DHPS verdanke ich immerhin meinen ersten solistischen Gesangsauftritt mit dem Schulorchester! Die FotoAG und unser beliebter Afrikaanslehrer Flip Stydom legten die Basis zu meinem späteren Journalistikstudium und korrespondierte ich letztendlich mit meinem sehr verehrten Schulleiter und Französischlehrer Dr. Ehl (der mich noch als La Traviata in Freiburg auf der Bühne erlebte!) bis zu seinem Lebensende auf Französisch.
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