Windhoek – Der Regierung ist im Kampf gegen Tuberkulose (TB) ein entscheidender Erfolg gelungen. Wie Gesundheitsminister Richard Kamwi gestern in Windhoek erklärte, seien die registrierten Krankheitsfälle der so genannten X-DR-TB, also mit Resistenz gegen Medikamente, von 291 (Ende März) auf jetzt acht gesunken. Die fünf weiblichen und drei männlichen Patienten würden in verschiedenen Krankenhäusern behandelt, fuhr Kamwi fort und erneuerte seinen Aufruf an die Öffentlichkeit, den Kampf gegen TB ernst zu nehmen.
Die gegen Medikamente resistente Form der TB sei „nicht hoffnungslos“, sagte der Minister. Entscheidend sei, dass die Patienten im Hospital behandelt und isoliert würden. „Schlechte Behandlung führt zu Resistenzen, deshalb muss eine Behandlung bis zum Ende fortgesetzt werden“, ergänzte Magda Robalo, Beauftragte der Weltgesundheitsorganisation WHO in Namibia. Tuberkulose könne nach einer sechsmonatigen Behandlung geheilt werden.
Die Regierung hat indes einen Maßnahmenkatalog erstellt, um den Kampf gegen TB zu forcieren. So sollen alle Patienten mit dem gegen Medikamente resistenten Krankheitsbild unter strengere Aufsicht gestellt und besser betreut werden. Zudem wolle man sich medizinische Hilfe aus Südafrika holen. Und nicht zuletzt sollen die TB-Stationen in den staatlichen Krankenhäusern in Oshakati und Windhoek-Katutura aufgewertet werden. Sie sollen „auf internationalen Standard“ kommen, versprach Kamwi.
Mit 15241 Tuberkulose-Fällen im Jahr 2007 hält Namibia den Weltrekord bei den TB-Infektionen (bezogen auf die Einwohnerzahl). Zwar habe sich die Infektionsrate gegenüber den 80er Jahren deutlich erhöht, sei jedoch seit 2005 stetig gesunken, so das Gesundheitsministerium.