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Vom 12.08.2009

Drei Fragen an den Reiter

In diesen Tagen wird viel über die Versetzung des Windhoeker Reiterdenkmals aufgrund des dort geplanten Unabhängigkeitsmuseums diskutiert. Doch was sagt eigentlich der Reiter selbst dazu? Marco Mach sprach für die AZ mit Stephan Niemann, der in Tim Huebschles Fantasy-Kurzfilm „Rider without a Horse“ den Reiter der Statue mimt und als solcher am 18. Unabhängigkeitstag Namibias plötzlich lebendig wird.

© Wiebke Schmidt
Der Reiter alias Stephan Niemann.
Was halten Sie, also der „Reiter“ höchstpersönlich, von Ihrer Versetzung?
Für einen Soldaten ist das normal, sozusagen ein Marschbefehl, an den er sich halten muss. Nein, im Ernst: Ich finde es persönlich gut, dass das Reiterdenkmal in der Nähe der Alten Feste bleibt und nicht auf den Schrottplatz kommt.
Was sagen Sie zum Bau des Unabhängigkeitsmuseums an Ihrem jetzigen Zuhause?
So ein Museum sollte schon zentral in die Innenstadt. Ob es genau dahin und so modern wie wohl geplant sein sollte, ist aber fraglich. Man hätte vielleicht auch die Alte Feste umgestalten, über den Innenhof eine Glaskuppel bauen können. Dann wäre man auch zeitgemäß, aber gleichzeitig an historischer Stelle.
Wie finden Sie es, dass immer mehr Erinnerungen an die deutsche Zeit wegkommen oder verschoben werden?
Dass immer mehr deutsche Straßennamen geändert werden, finde ich schlecht. Sie sind wie der Reiter Teil der Historie. Und die Geschichte ist da, um daraus zu lernen. Zur Geschichte sollte man stehen und sie nicht wegwischen wollen. Genug Touristen kommen genau wegen dieser Geschichte.

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