Betr.: Wassergeführtes Sonnenkraftwerk kann auch in Namibia Anwendung finden
Wir waren im März 2010 in Namibia – und wir haben es genossen. Hier haben wir auch die Allgemeine Zeitung kennen und schätzen gelernt. Bei unserem Aufenthalt kamen wir immer wieder in Gebiete, wo Strom und Klimatisierung als „Mangelware“ gelten. Deshalb haben wir unser einfaches System „Sundowner“ entwickelt: das wassergeführte Sonnenkraftwerk als geschlossenes Inselsystem zur CO2-freien Erzeugung von elektrischem Strom und Wärme für Kälte.
Über die Sonneneinstrahlung werden mittels Parabolspiegel-Rinnen kleine Dampfmengen erzeugt, die ein Niederdruck-Dampfturbinensystem betreiben. Es handelt sich dabei um eine Containeranlage. Als Einsatzgebiete eignen sich Wüsten- oder Savannengebiete mit hoher intensiver Sonneneinstrahlung und fehlender oder mangelnder elektrischer Zentralversorgung über ein öffentliches Netz. Eine Parabolspiegel-Rinne erhitzt Wasser bis zu 400°C. Dieses wird zum Gleitdruck-Dampfspeicher geführt, gespeichert und zum notwendigen Zeitpunkt als Dampf dosiert an die Niederdruck-Dampfturbine zur Stromerzeugung abgegeben. Der vorhandene Massestrom kann mit ca. 98-100°C zur Kälteerzeugung über eine Absorptionskältemaschine zur Klimatisierung herangezogen werden. Die Anwendung ist auch oder vorwiegend für Abend- und Nachtbetrieb gedacht.
Die Größenanpassung ist so dimensioniert, dass über einen Sonnentag von etwa zehn Stunden die volle Pufferung erreicht und die Entladung wieder vor Sonnenaufgang abgeschlossen ist. Die Anlagengröße liegt zwischen 10-50 kW elektrisch.
Dr. Steinmair, Ungenach/Österreich (www.steinmair.at)