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Regen in Namibia

 

Vom 31.08.2010

Maß halten

Betr.: Leserbrief „Ohne Waffen und Alkohol“ von Gina Braun-Friderici (AZ, 24. August 2010)

In dem Leserbrief heißt es: „Dass dieses Problem schwerwiegend ist, zeigen die von der deutschen Bundesregierung angestoßenen Anti-Alkohol-Kampagnen deutlich. Aus meiner Sicht dürfte Beides zukünftig nicht mehr auf einem Basar einer deutschen Auslandsschule auftauchen. Es könnte sonst ein schlechtes Licht auf dieses sonst so erfolgreiche Institut mit seinem netten Fest werfen.“

Das mit dem Alkohol kann unterstrichen werden. Allerdings läuft derlei Einwand meist auf schreckliche Langeweile hinaus. Was schadet es, wenn Maß (ein oder zwei Bier bzw. Schnäpse) gehalten wird? Alkohol ist ein übles Rauschgift, schlimmer und weitaus gefährlicher als das viel geschmähte Haschisch. Doch anscheinend (Leserbriefe) wurde nichts an Kinder oder zu junge Leute ausgeschenkt.

Warum sollen nicht schon junge Leute mit Waffen umgehen können? Winnenden usw. kann da nicht her halten. Die Verhältnisse in Deutschland und Namibia sind in dieser Hinsicht verschieden. In Deutschland muss man sich nicht notfalls gegen ein Raubtier wehren, das erledigen die zuständigen Behörden mehr oder minder gut.

Doch auch hier sollte bedacht sein, dass z.B. Wildschweine (besonders Bachen mit Frischlingen und brünstige Eber) Menschen töten können und es auch tun. Und in vielfach einsam weitem Land wie im südwestlichem Afrika sind bestimmt nicht nur „liebe Leute“ unterwegs, wie etliche Berichte hier schon zeigten.

Bitte: Kein saures Moralin deutscher Gutmenschelei – davon geht die Welt nicht unter! Oder vielleicht doch?

Manfred G. Schneidereit, Hannover
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