Newsletter

Zerstörung

 

Vom 27.06.2008

Große Überschriften zu Simbabwe

Betr.: Leserbrief „Unfähigkeit deutlich gezeigt“ (AZ, 24. Juni 2008) zum Kommentar „Es ist Krieg und keiner schaut hin“ (AZ, 17. Juni 2008)

Der Leserbrief kritisiert: „Und Europa? Auch hier leider nur Schweigen." Dem muss ich energisch widersprechen. Alle wichtigen Zeitungen in Europa berichten mit großer Besorgnis über die dramatische Situation in Simbabwe. Als Beispiel die skandinavischen Länder, da wird das Thema wie im restlichen Europa  als sehr wichtig eingestuft. Da wurde und wird meist sogar auf der Titelseite Stellung zum Geschehen in Simbabwe genommen. „Die Abwahl Mugabes wäre für ganz Afrika ein Segen, Mugabes Schlägerbanden: Krieg gegen das eigene Volk, Der Alptraum geht weiter, Tsvangirai zieht Kandidatur zurück, Wer gegen Mugabe stimmt, spielt mit dem Leben, Mugabe droht mit Krieg, Mugabe, einer der meist gehassten Männer der Welt“. Das sind nur einige der großen Überschriften der vergangenen Wochen in den angesehenen Zeitungen Europas. 

Dass Mugabe jedes Maß an politischer Vernunft verloren hat, dass er sein Land lieber mit Krieg überzieht und in den Ruin treibt, statt endlich von der Herrschaft zu lassen, ist spätestens seit dem Frühjahr 2000 offensichtlich. Damals ließ er Schlägertrupps, so genannte Kriegsveteranen, auf die Farmen weißer Bauern los. Was danach folgte, war die nahezu komplette Zerstörung eines Landes, das einst als Kornkammer Afrikas und demokratisches Musterland gelobt wurde. Seit neun Jahren wurde hier in Europa nicht geschwiegen, sondern das Geschehen sachlich mit Kommentaren und Berichten verfolgt. Also nicht „Es ist Krieg und keiner schaut hin“.

Bei dieser Gelegenheit möchte ich den Mitarbeiter der AZ ein großes Lob aussprechen. Ihre Beiträge sind klar, sachlich und präzise und werden hier in Europa sehr geschätzt.

Peter Bättig, Bergdietikon (Schweiz)
Archiv


Anzeige
Wetter

In eigener Sache
Vom 15.8. bis 25.8. konnten der Newsletter, "Artikel versenden" und "Leserbrief schreiben" nicht versendet werden. Das Team der AZ bedauert diesen Fehler sehr und möchte sich ausdrücklich bei den betroffenen Lesern entschuldigen.

Reiterei in NAM

 

Reiterdenkmal

 

Simbabwe

 

Anzeige
Farm-Enteignung