Betr.: „,Sehr unglückliche Umstände´“ (AZ, 1. September 2010)
Mit Bestürzung habe ich den Artikel über die Geschehnisse am Flughafen München bei der Einreise des Ministers Kazenambo Kazenambo gelesen. Leider muss ich ähnliche Szenen auf deutschen Flughäfen als Fluggast regelmäßig zur Kenntnis nehmen. Sobald ein nicht „westlich“ aussehender Fluggast in den Machtbereich der Bundespolizei oder des Zolls kommt, verlieren die Beamten leider viel zu häufig jegliche Art der Höflichkeitsform. Für diese Form des Umgangs mit „fremden Menschen“ fällt mir nur der Begriff des „latenten Rassismus“ ein. Dies ist sehr schade. Ich kann als deutscher Staatsbürger zu den Ausländern dann lediglich sagen, dass die meisten Deutschen nicht negativ gegenüber Ausländern eingestellt sind. Der deutsche Staat sollte (endlich) seine Beamten an unseren Flughäfen dergestalt schulen, dass allen Ausländern ein Mindestmaß an menschlichem Anstand entgegengebracht wird. Für solch ein grobes Verhalten wie dies am Münchner Flughafen kann ich unsere ausländischen Gäste und in diesem Falle Herrn Kazenambo nur um Entschuldigung nachsuchen.