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Regen in Namibia

 

Vom 23.02.2010

Einen kühlen Kopf bewahren

Betr.: Ende der Apartheid, Wandel in Namibia und Rolle von Deutschland

Ich habe Namibia auf Grund einer sehr tiefen Freundschaft zu namibischen Bürgern, die sich in den 80er Jahren in der DDR aufhielten, besucht. Das Wiedersehen nach 20 Jahren in Namibia war mein schönstes Erlebnis. Zwischen uns gab es nie einen Unterschied in Hautfarbe und Rasse, wir haben uns immer akzeptiert. Ich bin gerade dabei, ein Buch darüber zu schreiben, der Titel „Fremde werden Freunde und wie alles begann mit Black & White“.

Natürlich hat die damalige BRD das damalige Apartheidregime unterstützt. Namibia sollte den bisherigen demokratischen Weg weiter beschreiten. Natürlich gibt es in der BRD Kräfte, denen es nicht gefällt, dass die weiße Vorherrschaft beendet wurde. Deutschland versucht immer, sich politisch in fremde Angelegenheiten einzubringen. Dafür schäme ich mich. Ich wünsche mir, dass Alle, die es ernst meinen mit der Demokratie, einen kühlen Kopf behalten, denn ein besseres Leben kann es nur gemeinsam mit Schwarz und Weiß geben.

Namibia hat auf diesem Weg viel erreicht und ich bin auch weiterhin optimistisch. Vergessen sollte nicht werden, dass die Bundesrepublik ein kapitalistisches Staatswesen ist und es immer noch rassistisches Gedankengut gibt. Ausländer sind nicht unbedingt willkommen. Wieso muss ein namibischer Bürger für einen Besuch eine Einladung des Gastgebers vorlegen?

Das, was Namibia heute ist, daran hat Sam Nujoma einen sehr großen Anteil. Deutschland hat die Apartheid nicht beendet.

Karlheinz Kaufhold, Dingelstädt
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