Als begeisterter Namibiafan kann ich mir einige Anmerkungen nicht
verkneifen: Diese „Schädelabholaktion" war von vornherein eine Fehlgeburt. Allein die, in Ihrer Zeitung verfolgbare, tägliche Erhöhung der Anzahl von „Delegationsmitgliedern" legte den Verdacht nahe, dass es sich hier in erster Linie um einen aus Staatsgeldern finanzierten Ausflug einer privilegierten Gruppe handeln würde.
2010 hatte ich in Caprivi einige Menschen kennengelernt, die das - ohnehin geringe - Schulgeld für ihre Kinder nicht bezahlen konnten. Das Verständnis dieser armen Menschen für den uniformierten Ausflug nach Deutschland dürfte sich in engen Grenzen halten! Und die scheinbare „Ignoranz" der deutschen Bundesregierung ist nachvollziehbar: Die Probleme mit dem Euro überschatten im Moment alle anderen Ereignisse.
Der Zeitpunkt für diese „Dienstreise" war einfach denkbar ungünstig!
Trotzdem: Ich liebe Namibia und seine Menschen. Deren Hautfarbe spielt dabei überhaupt keine Rolle.