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Regen in Namibia

 

Vom 23.02.2010

Die SWAPO kommt gut weg

Betr.: „Stiftungen wehren sich” (AZ, 19. Februar 2010)

Den Bericht der DAS habe ich aufgrund der von hoher politischer Position aus geäußerten Kritik sehr aufmerksam und unvoreingenommen gelesen, da ich Reaktionen auf koloniale Bevormundung und Einmischung gut nachvollziehen kann. Hier sehe ich jedoch keinerlei Anlass zu derartigen Unterstellungen. Der Bericht ist weitgehend objektiv, sachlich und ausgewogen, und selbst die SWAPO, die sich ziemlich angegriffen fühlt, kommt weitgehend gut weg.

Es mag allerdings sein, dass in Namibia die Deutungshoheit für Ausgewogenheit und Objektivität alleine bei der Regierungspartei und der NBC liegt (die ja 80% SWAPO- Anteil während des Wahlkampfes für fair erachtet). Durch diese Brille gesehen mag der Bericht verdammenswert sein. Für die Zukunft Namibias wäre das aber kein gutes Zeichen. Wer so überzogen und unsouverän reagiert, hat schlichtweg Angst; diese jedoch ist absurd und unbegründet (selbst wenn man 2-3 Prozent weniger Stimmen haben sollte als derzeit veröffentlicht).

All das fügt sich in ein Schreckensbild, welches sich seit Jahren immer deutlicher aus dem Nebel der Paranoia heraus abzeichnet und man kann nur hoffen, dass bei der SWAPO die Vernunft die Oberhand behalten wird. Ganz entscheidend ist zudem, dass die Justiz weiterhin unabhängig von der Regierung (-spartei) agieren kann und respektiert wird (auch hier weicht die bisherige Position langsam auf).

Sebastian Silio, Windhoek und Karlsruhe
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