Betr.: „Angst vor dem Machtwechsel“ (AZ, 15. Januar 2010)
Es ist erstaunlich, wie sich sogenannte demokratische Einparteien-Systeme im südlichen Afrika gegen wirkliche demokratische Verhältnisse stemmen und mit allen Mitteln versuchen, es zu verhindern. Wenn man bedenkt, dass die SWAPO nur mit Hilfe der Kubaner als Gesprächspartner oder als einziger legitimer Partner präsentiert wurde, ist es schon verständlich, dass sie sich gegen demokratische Verhältnisse wehren muss oder ausländische Einmischung herbeizieht.
Ich bin sehr erstaunt, dass der Konrad-Adenauer-Stiftung umstürzlerische Aktivitäten unterstellt werden. Vielleicht sollte die Bundesregierung doch einmal ein wenig härter die Interessen der Deutschen in Namibia anmahnen und mit der Entwicklungshilfe spielen.
Wichtig von außen betrachtet ist für Namibia auch, dem Altpräsidenten endgültig das Wort zu entziehen. Natürlich ist es für die SWAPO wichtig, chinesische Interessen zu honorieren, damit die alte Schuld beglichen werden kann. Schade für Namibia und die demokratische Entwicklung.
Ich hoffe, dass man den Tourismus aus Europa als lohnende Einnahmequelle und damit Schaffung von Wohlstand für die Mehrheit in Namibia nicht aus den Augen verliert. Europäer beobachten sehr wohl die Entwicklung in Reiseländern, wo sie sehr viel Geld lassen wollen. Namibia verliert leider durch die Einreise- und Visa-Politik sowie durch politisches Agieren der Partei.