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Regen in Namibia

 

Vom 31.07.2009

Der Reiter benötigt Hilfe

Betr.: Presseerklärung des Deutschen Kulturrates in Namibia

Im Jahr 2001 beschloss das Kabinett der Regierung Namibias, ein Museum auf dem Gelände zwischen der Christuskirche und der Alten Feste zu bauen. In diesem Museum soll der Weg zur Unabhängigkeit Namibias dargestellt werden. Schon damals befasste sich der Kulturrat mit der Tatsache, dass das Reiterdenkmal eventuell durch diesen Beschluss in Mitleidenschaft gezogen würde. Der DKR bat darum, in die Ausführung des Kabinettsbeschlusses einbezogen zu werden.

Vor wenigen Tagen wurde dem DKR mitgeteilt, dass das geplante Museum bis März 2010 fertig gestellt sein soll. Die Interessen des DKR werden in dieser Angelegenheit von dem stellvertretenden DKR-Vorsitzenden Klaus Jacobi vertreten. Viele Telefonate wurden geführt und die Korrespondenz des DKR mit der Museumsabteilung, dem Denkmalsrat und weiteren Instanzen führte maßgeblich dazu, dass Transparenz herrschte und die Anliegen der verschiedenen Interessengruppen besprochen wurden.

Am 28.7.2009 fand ein Treffen mit Dr. Shipoh, Ronald Mundandiwa, Esther Moombolah-Goagoses, Walter Rügheimer (Vertreter aus den Ministerien) sowie Harald Koch, Hans Feddersen, Hartmut Voigts und Klaus Jacobi statt. Es wurden alle Fragen bezüglich der Verschiebung beantwortet und deutlich gesagt, dass das Ministerium keine Mittel für die Verschiebung bereitgestellt habe. Der DKR müsste sich um die Verschiebung des Reiterdenkmals kümmern. Dieses war bereits in einem Brief des DKR an Frau Moombolah-Goagoses in Aussicht gestellt worden, allerdings nur, wenn die Gemeinschaft nicht für die Kosten aufkommen müsste. Es wurde auch das Gelände besichtigt, auf dem das Reiterdenkmal neu aufgestellt werden soll, nämlich links neben der Treppe, die zur „Alten Feste“ führt. Der Weißstammbaum, der dort steht, soll erhalten bleiben.

Es wurde ein Arbeitskomitee ernannt, bestehend aus Frau Moombolah-Goagoses, Ronald Mungandiwa (Architekt im Ministerium für Öffentliche Arbeiten), Harald Koch und Klaus Jacobi, um die Verschiebung des Reiterdenkmals in die Wege zu leiten und die Koordination zwischen dem Ministerium für Öffentliche Arbeiten, den Koreanern und unserer Arbeit zu gewährleisten. Herr Koch hat bereits einige Finanzen und Firmen für die Verschiebung in Aussicht. Näheres muss auf einer nächsten Sitzung des Arbeitskomitees besprochen werden.

Am 29. Juli 2009 wurde dem DKR die Nachricht über die Genehmigung zur Verschiebung des Reiterdenkmals vom Staatssekretär des Ministeriums für Öffentliche Arbeiten zugestellt. Deshalb ist es erst jetzt möglich, allen Interessengruppen offiziell mitzuteilen, dass der Deutsche Kulturrat die verantwortungsvolle Aufgabe hat, die Verschiebung des Reiterdenkmals binnen vier bis fünf Wochen durchzuführen.

Wie zu ersehen ist, teilt sich der DKR diese Mammutaufgabe mit der Kriegsgräberfürsorge (Harald Koch), dem Volkstanzkreis (Hartmut Voigts) und den Vertretern zweier Ministerien. Da diese Verschiebung sehr kostspielig sein wird, wurde beschlossen, unsere Landesbürger, Interessengruppen und Geberorganisationen in Übersee um finanzielle Unterstützung zu bitten. Diese Spendengelder werden zweckgebunden für die Verschiebung und den Erhalt des Reiterdenkmals verwendet. Sollten Mittel übrig sein, nachdem diese Verschiebung beendet ist, sollen sie zweckgebunden für den Erhalt der Monumente des Landes verwendet werden, eventuell auch für die Alte Feste.

Es wird gebeten, von Kundgebungen und emotionalen Äußerungen in den Medien zu dem Thema abzusehen. Wir fordern Sie hingegen freundlich auf, zur Finanzierung dieses Projektes beizutragen, damit die Verschiebung des Reiterdenkmals schnellstens in Angriff genommen werden kann. Spenden können auf folgendes Konto eingezahlt werden: Deutscher Kulturrat, Nedbank Namibia, Branch Code: 461609 (Main Branch), Konto-Nr: 11010002194. Spenden können auch im DKR-Büro bei Frau Hoffmann eingezahlt werden (8 bis 13 Uhr im Estorffhaus, Windhoek). Bitte schicken/faxen Sie die Einzahlungsbelege an folgende Adresse: DKR, Postfach 5662, Windhoek, Fax: 061-249013 oder per Mail an dkr-fads@iafrica.com.na. Bitte helfen Sie mit, den Reiter zu erhalten!

Der DKR weiß die Bemühungen der Regierung, das Reiterdenkmal für unser Land zu erhalten, sehr zu schätzen. Der DKR vertraut darauf, dass dieses komplexe Projekt in der interessierten Gemeinschaft größtmögliche Unterstützung findet.

Eckhart Mueller, Vorsitzender des Deutschen Kulturrats in Namibia
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