Am 4. 4. 2010 hörten wir die Radionachricht, dass Herr Eugené Terre‘Blanche (69) auf seiner Farm erschlagen wurde. Zu Tode „gehackt“, hieß es. Ein weiterer Farmermord in Südafrika, nur ein weiterer brutal ermordeter Farmer oder war dies das Zeichen, dass die „Buren“ endgültig zum jagdbaren Wild, gar zu „Vermin“ erklärt wurden in stiller Übereinkunft mit der Regierung dort?
Oder entsteht gar eine Achse des Bösen, eine Achse Harare-Pretoria/Kapstadt? Die Reaktion der dortigen Regierung wird das sehr schnell deutlich machen. Wenn den Rassisten und Rassenhasspredigern, wie Julius Malema einer ist und E. Terre‘Blanche einer war, nicht sofort und endgültig das Handwerk gelegt wird, war dies weit mehr als „nur“ noch ein neuer toter Farmer, von denen es inzwischen schon hunderte und aberhunderte gibt.
Nein, abgesehen davon, dass nun ein neuer Märtyrer entstand, der seine Verehrer nicht mehr zu suchen braucht, war dies möglicherweise die „Kristallnacht“ Südafrikas.
Die Anfänge der umgekehrten Rassenhetze wurden vom ANC toleriert, die von den vielen „Malemas“ geblasenen Fanfaren bewusst überhört; wahrscheinlich versprach man sich „Gutes“ davon. Welch ein Wahn! Ein unverständlicher Wahnsinn, da gleiches schon früher und nicht nur dort stattfand, aus dem jeder hätte lernen können. Ja, aber mit dem Lernen hapert es überall dort, wo man glaubt zu wissen – auch hier in Namibia.
Der Märtyrer Terre‘Blanche sollte uns Namibier, alle Namibier, aufwachen lassen. Wie Südafrika keine Rassenhetzer braucht, wie es keine vernagelten Köpfe in höchsten Positionen braucht, so braucht auch Namibia diese Leute nicht; hier können wir durchaus noch den Anfängen wehren. Und diese Anfänge sind leider auch bei uns schon Realität geworden. Von der Regierung, der Opposition, den Kirchen, Schulleitern, unseren Zeitungen und allen Führern von Menschen muss hier erwartet werden, dass in dieser Frage deutlich und schnell Stellung bezogen wird! Das Böse darf nicht auf Namibia überschwappen, nicht heute niemals!