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Vom 12.03.2010

Das Unfassbare aufarbeiten

Betr.: Betrug mit Ausstellung über Ex-DDR-Kinder (AZ-Berichte von Februar 2010)

Wenn wirkliche oder vermeintliche „DDR-Kinder“ hauptsächlich deutsche Touristen ansprechen, ist dies in Ordnung. Wenn sie aber vortäuschen, eine Ausstellung zu organisieren und das gespendete Geld vereinnahmen, ist es einfach Betrug. Aber viel wichtiger bei der ganzen Diskussion ist doch die wirkliche Aufarbeitung des Themas. Hier steckt doch sehr viel Unrecht gegenüber den namibischen Kindern dahinter, als auch in der AZ berichtet wird. Welche Verzichte, Entbehrungen und Schäden diese Kinder erlitten haben, ist doch für uns alle unfassbar. Dieses Unfassbare aufzuarbeiten ist meines Erachtens eine wichtige Aufgabe, sowohl für die DDR-Kinder als auch für die Kommunen, in denen solche Einrichtungen existiert haben, sowie für die Verantwortlichen (die sich vielleicht aus der Verantwortung stehlen wollen).

Ich habe bei unserem Namibia-Besuch den netten Jungs auf alle Fälle erzählt, dass ich die Sache gut finde sowie Unterstützung im materiellen Dingen leisten werde (kostenloses Einscannen von Bildern der Kinder, Kontaktierung der Städte, in welchen Einrichtungen waren usw.). Zu meiner Zusage stehe ich. Vielleicht wäre es auch eine gute Sache für die AZ, eine solche Ausstellung mitzugestalten. Und nachdem die journalistisch wichtigste Vertreterin der DDR-Kinder beim Rundfunk arbeitet, sollte auch eine entsprechende Berichterstattung möglich sein. Lassen sie uns das Thema alle miteinander anpacken. Es wäre gut!

Dr. Friedrich Bauer, Hohenaltheim (E-Mail: Dr.Friedrich.Bauer@t-online.de)
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