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Regen in Namibia

 

Vom 13.03.2009

Voller Elan und Ausdauer

SMV der DHPS zeigt nicht nur in Festwoche Eifer

Die Deutsche Höhere Privatschule hat ihr 100- jähriges Bestehen mit einer aufwendig geplanten und abwechslungsreichen Festwoche gefeiert. Ohne das Engagement der „Schüler mit Verantwortung“ (SMV) hätte etwas gefehlt: Die Realisierung der Schülerwünsche.

© Wiebke Schmidt
Nadia Risser (l.) und Antonia Wacker erhalten durch die SMV-Box Anregungen der Schüler, über das, was noch zu verbessern wäre.
Sie nennen sich die „Schüler mit Verantwortung“ (SMV). Denn sie tragen die Verantwortung dafür, dass sich jeder der über 1 100 Schüler an der Deutschen Höheren Privatschule (DHPS)im Schulalltag integriert und wahrgenommen fühlt. Daher haben sich die zwölf Schülervertreter aus der zehnten bis zwölften Klasse bei der Jubiläumsfestwoche stark engagiert, damit nicht nur Außenstehende und Eltern lernen, was der Wandel in 100 Jahren für die DHPS bedeutet, sondern auch die Schüler. Die Schülervertreter halfen die Woche über bei den einzelnen Events aus, gaben Platzanweisungen und hielten im Namen der Schülerschaft eine Rede beim Festakt, zu dem auch prominente Gäste wie der Bildungsminister Nangolo Mbumba oder der deutsche Botschafter Egon Kochanke eingeladen waren.Wichtigstes Ereignis für die Schülerschaft war aber der Disco-Abend „100 Beatz“ am Donnerstag, für den die SMV Ees und DJ Sergio gebucht hatten. Bei ihrer Wahl war sich die SMV sicher, dass der bekannte Ees jeden in ihrer Altersklasse ansprechen würde. Der SMV war es wichtig, auch die älteren Schüler in die Festwoche mit einzubeziehen. Denn während den jüngsten Schülern immerhin ein Sportfest blieb, musste für die Schüler ab 16 etwas geschaffen werden, das sie die Festwoche nicht mehr so schnell vergessen lässt. In ihrer Vorbereitung waren die Schüler schon erstaunt darüber, wie die 100-jährige Vergangenheit ihrer Schule aussah: „Es ist bombastisch, was hier schon alles passiert ist. Unglaublich, wie alt unser Heim ist und was die SMV vor uns schon geschaffen hatte,“ sagt die Elftklässlerin Antonia Wacker, die mit ihrer Mitschülerin Nadia Risser die Öffentlichkeitsarbeit der SMV übernommen hat. Für sie steht fest: „Ich bin so glücklich, dass ich dieses Jahr in der SMV mitwirken kann.“ Für 16-Jährige sollte der Discoabend unter dem Motto „100 Beatz“ genau der richtige Anlass sein, um aktiv an der Festwoche teilnehmen zu können. Denn sie finden in der Stadt keine Feiermöglichkeiten, da die Clubs erst 18-Jährige einlassen. Der SMV lag es am Herzen, mit den anderen Schulen besser kommunizieren zu können. Denn Nadia Risser findet: „Die Schule sollte nicht nur interne Sachen machen. Oft lebt jede Schule zu sehr für sich alleine.“ Daher waren besonders die SMV’s anderer Schulen eingeladen, damit alle Schulen stärker zusammengeführt werden. Erleichtert hat der SMV bei der Organisation die gute Zusammenarbeit mit der Eventmanagerin Heike Uhrich und den beiden Vertrauenslehrern. Die halfen auch beim Entwickeln eines „Schlechtwetterplans“. So hatten die Schülervertreter im Vorhinein mit der Stadtverwaltung und dem Zeltverleih abgeklärt, wie das Fest bei einsetzendem Regen vom aufgeweichten Sportplatz in die Triftstraße verlagert werden könnte. Aber die Schülervertretung kann sich insgesamt über ein sehr positives Verhältnis zu den Lehrern freuen: Für sie zählt, dass die Lehrer immer ein offenes Ohr haben und zwischen ihnen eine gute Atmosphäre herrscht, auch wenn es Uneinigkeiten geben sollte. Man wisse, dass man keine Angst haben müsse und bei den Lehrern große Unterstützung finden kann. Daher bastelt die SMV derzeit an einem Entwurf, wie die Nachhilfe am Nachmittag noch verbessert werden könnte. Um noch mehr auf die Wünsche der Schüler eingehen zu können, will die SMV ihre Kommunikation zu den Schülern intensivieren, damit die nicht nur über eine Postbox ihre Vertreter kontaktieren können, um ihre Anregungen zu äußern. Ein Jahr wird voraussichtlich jeder Schülervertreter in seinem Amt sein, auch wenn sie sich ein zweites Mal zur Wahl stellen können. Das werde auch gerne gesehen, erzählt Nadia: Denn immerhin bringt jedes wiedergewählte SMV-Mitglied viel Erfahrung in die neue Gruppe mit ein. Mit einem Bewerbungszettel können so alle Schüler der fünften bis 13. Klasse für den Eintritt in die SMV kandidieren. Einziges Kriterium ist ihr Notenspiegel: Denn keiner der Schüler darf weniger als 60 Prozent der geforderten Leistung erbracht haben. So will die Schule verhindern, dass schwächeren Schülern mit der Teilnahme an der SMV wichtige Zeit fürs Lernen verloren geht. Am Wahltag muss dann jeder Kandidat eine Rede halten und alle Schüler kreuzen auf Stimmzetteln ihre zehn Favoriten an. Für Nadia und Antonia ist es wichtig, dass noch nie jemand seine Amtszeit abgebrochen hatte. Immerhin gibt sich auch jede SMV die Mühe, das Jahr über Erfahrungsberichte zu erstellen, die dann an die Nachfolger überreicht werden, um den Einstieg zu erleichtern. Am Anfang jeder Amtszeit findet dann für alle ein Seminar statt, in dem mit Spielen Vertrauen aufgebaut werden soll und mit Tests herausgefunden wird, wer für welches Amt wie Schulsprecher, Öffentlichkeitsarbeit, Sport oder Kultur am besten geschaffen ist. Für die SMV ist es wichtig, dass die einzelnen Ämter im Allgemeinen keine große Bedeutung finden, weil alles in einer Gruppe entschieden werden soll. Einzig bei einem solch großen Ereignis wie dem Disco-Abend haben die Schülervertreter Komitees gebildet, um die Arbeit untereinander zu erleichtern. Bei allen anderen Events will man aber als geschlossene Gruppe fungieren. Denn die SMV organisiert nicht nur Freizeitaktivitäten für die Schüler der DHPS, sie unterstützen auch Hilfsbedürftige: Am „Have a Nice Day“-Tag spenden sie als Wichtelmänner verkleidet Pakete mit alltäglichen Gütern an Organisationen und am „Cancer Day“ sammeln sie mit dem Verkauf von Nelken oder Äpfeln Geld für die Cancer Association. Auch die Schüler kommen nicht zu kurz: Beim Funsportfest, beim Brückenbauwettbewerb, bei der Wahl des Mr und der Ms DHPS und beim Ball am Valentinstag sollen die Schüler zusammenwachsen. „Ein paar Leute haben wir da auch schon zusammengebracht“, erzählt Antonia augenzwinkernd.

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