
Die Kinder der Grundschule Ombili hatten Ende Mai zwei abwechslungsreiche Tage mit Unterricht und Fußballspiel. Möglich wurde dies durch eine Aktion von Radijojo.
Vielleicht glaubt der eine oder andere in Deutschland oder Amerika: Die San-Kinder der Ombili-Siftung sind doch fast am Ende der Welt, dort im nördlichen Buschland von Namibia. Doch durch das internationale Kinder-Radio-Netzwerk Radijojo können Kinder – wo auch immer sie in der Welt sind – auf sich und ihre Rechte aufmerksam machen.
So auch die Kinder der Grundschule in Ombili. Sie haben mit Hilfe von Radijojo und der Globalen Bildungskampagne eine Radiosendung gemacht. Das Thema: „1 Goal – Education for all“ (Ein Ziel – Bildung für Alle). Dies war die weltweit größte Kampagne der Global Campagne for Education (GCE) aus Südafrika und der FIFA zur Fußball-Weltmeisterschaft 2010.
Radijojo, das erste internationale (und gemeinnützige) Kinderradio, das von Kindern für Kinder gemacht wird, war am 26. und 27. Mai vor Ort in der Grundschule Ombili. Mit den 150 Kindern hat Radijojo in zwei Tagen die weltweite Schulstunde der GCE gemacht, in der es um die 72 Millionen Kinder geht, die noch immer nicht zur Schule gehen können. Wie viele Politiker, Prominente und Fußballstars haben auch die Kinder in Ombili Stellung bezogen zu dem wichtigen Thema Bildung. So haben sie nun gemeinsam mit Hillary Clinton, Königin Rania von Jordanien, Shakira, Jessika Alba und natürlich all den großartigen Fußballstars wie Pele, Ronaldo, Boateng, Kingston, Essein, Zidane u.v.m. für die Kampagne unterschrieben. Im Internet sind sie unter www.join1goal.org zu sehen – und Jeder kann hier unterzeichnen.

Eine Petition für Kinderrechte wird unterzeichnet.
Damit nicht genug: Man kann nicht sagen, dass diese Schule ein Schulchor hat – neun: Korrekterweise muss man sagen: Diese Schule ist ein Chor! Und die Kraft, die in ihren gesungenen Lieder steckt, gibt es nun auch in ihrer Radiosendung zu hören.
In der Schulstunde für „1 Goal“ ging es dann auch um Fußball und natürlich wurde Fußball gespielt. Sport Thieme aus Deutschland spendierte drei neue Fußbälle, die der Sportlehrer der Schule am Nachmittag für ein gemischtes Training (Mädchen und Jungen) zum Spielfeld brachte. Es wurde trainiert wie bei den Großen: Slalom, Kopfball und auch Erwärmung. Eine große Überraschung waren die zum Teil sehr talentierten Mädchen. Und zum Schluss gab es noch Elfmeterschießen.
Ob Unterricht oder Fußballspiel – es war eine fröhliche Zeit für Alle. Durch Radijojo haben die Kinder hautnah erfahren können, wie Radio gemacht wird. Und die Kinder durften dann auch die Petition der GCE unterschreiben – für all jene Kinder auf der Welt, die noch nicht schreiben können. In der Petition werden weltweit 30 Millionen Unterschriften gesammelt. Diese werden jetzt, nachdem die Fußball-WM zu Ende ist, den Politiker von Nord bis Süd vorgelegt, um sie so an ihr Versprechen zu erinnern, das sie im Jahr 2000 gegeben haben: Dass bis 2015 alle Kinder auf der Welt kostenlosen Zugang zu Bildung haben.
Wer dazu mehr wissen möchte, kann auf die Internetseiten von Radijojo
(www.radijojo.de und www.world-childrens-radio.net) gehen und sich anhören, was die Kinder zu sagen haben (die Sendung ist in englischer Sprache).
Übrigens, jede Schule und jedes Kinderzentrum in Namibia ist herzlich eingeladen, das Welt-Kinderradio mitzugestalten – dazu braucht man nur eine E-Mail schreiben (redaktion@radijojo.de).
Cosima Müller (Redaktion/Kursleitung Radijojo), Berlin
Infos zu Radijojo
Radijojo ist das erste internationale Kinderradio. Die Arbeit verbindet Kinder in fast 100 Ländern – von Bolivien bis Thailand, von Deutschland bis Südafrika. Schirmherrin des European Children's Radio EUCHIRA ist Bundeskanzlerin Angela Merkel. Leitlinien der Arbeit sind die UN-Kinderrechtskonvention und die Millenniums-Ziele der UN. Die Themen der Sendungen und Projekte spiegeln die verschiedenen Lebensaspekte der Kinder wider, z.B. Bildung, Kinderrechte, Umwelt, Musik, Schulalltag, Familie, und Friedensarbeit. Zu den bisherigen Förderern zählen die EU, die Robert-Bosch-Stiftung, die Bundesumweltstiftung, das Land Berlin und die Europäische Kulturstiftung.