
Die Projektpartner für „Film Location Namibia“, v.l.n.r.: Guy Nockels (Namib Film), Anna Shivute (Namibia Film Commission), Wolfgang Pönninghaus (Pilots Paradise Video Productions), Bernd Curschmann (LemonReel.com), Jörn-Hendrik Müller-Bornemann (DED) und Claudine Mouton (SMEs Compete).
Pilots Paradise Videoproductions, Namib Film und LemonReel.com sind jetzt mit von der Partie, wenn es darum geht, Namibia international als Drehort zu vermarkten. Die Gruppe hat ein „public-private sector partnership“ (PPP)-Programm gegründet, das in Zukunft unter dem Namen „Film Location Namibia“ aktiv werden soll. Alle Teilhaber investieren finanziell oder durch ihre Arbeit in das Projekt, das vom DED bezuschusst wird. Laut DED-Landesdirektor Achim Mortier soll die Initiative über einen Zeitraum von zwei Jahren gefördert werden.
Im Rahmen dieses Projektes soll die Filmkommission an diversen internationalen Drehort-Messen teilnehmen. Außerdem ist geplant, eine Internetseite aufzubauen, mit der Namibia als Drehort vorgestellt wird; sie soll des Weiteren über die im Lande vorhandenen Dienstleister und Serviceangebote zum Bereich Film informieren.
Laut Claudine Mouton, Direktorin von SMEs Compete, will ihre Organisation dafür sorgen, dass kleine Filmproduktionsfirmen in Namibia das nötige Know-How erlangen, um als Dienstleister für große internationale Produktionen in Frage zu kommen. So plant SMEs Compete, eine Art Stipendium (fellowship programme) für junge Nachwuchstalente im Filmbereich zu gründen. Außerdem will die Organisation eine Datenbank aufbauen, mit der kleinen lokalen Firmen ein besseres Networking mit etablierten Anbietern ermöglicht werden soll.
„Namibia kann immer noch als der unentdeckte Drehort der Welt bezeichnet werden“, wird der Leiter der Filmkommission, Edwin Kanguatjivi, in einer Mitteilung der diversen Partner zitiert. Das Land habe ein enormes Potential als Drehort, so Kanguatjivi weiter. Er nannte als Beispiel die Kombination von Namibias „kosmopolitischen Städten“, Kolonialstil-Bauten und Geisterstädten, die Wüstenlandschaften, Canyons und den Atlantischen Ozean sowie eine „einmalig vielfältige Bevölkerung“ und eine interessante Tierwelt. In den vergangenen Jahren habe der Bekanntheitsgrad von Namibia als Drehort stark zugenommen, heißt es in der Mitteilung. Man hoffe, durch die neue Initiative in Zukunft noch mehr internationale Filmproduktionen ins Land locken zu können.